EJW-Weltdienst feiert 60 Jahre Partnerschaft mit der Northern Zone Nigeria
Die Partnerschaft des EJW-Weltdienstes und der Northern Zone Nigeria, einem Dachverband von verschiedenen CVJM in Nigeria, besteht bereits seit 60 Jahren. Das muss gefeiert werden!
Getreu den Leitsäulen des EJW-Weltdienstes „begegnen, bilden, teilen“ wird dieses Jubiläum unter anderem durch eine Begegnungsreise nach Deutschland von acht jungen Erwachsenen aus Nigeria im Juni 2026 begangen. Im Fokus der Reise stehen der Besuch von landwirtschaftlichen Höfen und Betrieben im Land, das Kennenlernen der Arbeit des EJW vor Ort sowie die Möglichkeit von Begegnung und Austausch. Zudem wird die Reisegruppe an networkXXL in Blaubeuren teilnehmen und Schulen in der Umgebung besuchen.
Das EJW und die Gäste aus Nigeria teilen gegenseitige Erfahrungen bspw. bei Themen wie dem Umgang mit Klimaveränderungen in der Landwirtschaft in Nigeria und Deutschland oder der nachhaltigen und lebendigen Gestaltung von Jugendarbeit. In den Jahrzehnten der Partnerschaft sind diese Themen zu Kernaspekte herangewachsen. Dabei lebt die Partnerschaft auf Basis christlicher Werte und vielen engagierten Menschen in beiden Ländern. Das zahlt sich in den unzähligen Projekten aus, die gemeinsam umgesetzt worden sind: Der Aufbau von Schulen und Ausbildungszentren, die Erweiterung der Angebote in der Jugendarbeit in den CVJM in Nigeria und vielem mehr. Die daraus neu entstehenden Perspektiven für junge Menschen in Nigeria und der direkte Dialog zwischen den Ländern und Kulturen ist von unschätzbarem Wert.
Der EJW-Weltdienst möchte dieses 60-jährige Jubiläum als Höhepunkt der Begegnungsreise mit den nigerianischen Gästen sowie allen Freunden und Interessenten der Partnerschaft feiern! Herzliche Einladung am Samstag, 13. Juni 2026, von 14.30-17.00 Uhr in die EJW-Landesstelle in Stuttgart (Haeberlinstraße 1-3). Die Anmeldung erfolgt unter www.ejw-erleben.de/393859.
Weitere Informationen zur Partnerschaft: www.ejwue.de/ejw_angebot/nigeria/
EJW-Weltdienst stellt Material zum Weltgebetstag zur Verfügung – Das Themenland 2026 ist Nigeria
Am 06. März 2026 findet der diesjährige Weltgebetstag statt. Über Konfessions- und Ländergrenzen hinweg engagieren sich Frauen beim Weltgebetstag dafür, dass Mädchen und Frauen auf der ganzen Welt in Frieden, Gerechtigkeit und Würde leben können.
In diesem Jahr wird der Weltgebetstag von Frauen aus Nigeria vorbereitet und steht unter dem Leitwort aus Matthäus 11,28-30: „Kommt! Bringt eure Last.“ – eine Einladung, die Lasten des Lebens vor Gott zu bringen und Ruhe zu finden.

Jonathan Kümmerle, Landesreferent im EJW-Weltdienst und zuständig für die Partnerschaft mit Nigeria, schreibt dazu:
„Am Freitag, 6. März 2026 feiern wir den Weltgebetstag. Dieses Jahr steht er unter dem Leitwort aus Matthäus 11,28–30: „Kommt! Bringt eure Last.“ Dieses Thema eröffnete uns vom EJW-Weltdienst neue Möglichkeiten auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen. Durch unsere seit 60 Jahren bestehende Partnerschaft mit dem YMCA Northern Zone in Nigeria waren wir an verschiedenen Orten in Württemberg als Referentinnen und Referenten zu Infoveranstaltungen zu Nigeria und unserer Partnerschaftsarbeit unterwegs. Außerdem konnten wir in enger Zusammenarbeit mit unseren Partnern Infomaterial für die Durchführung des Weltgebetstags bereitstellen, u.a. Interviews und Statements von Frauen aus Nigeria die aus ihrem Alltag, Glauben und ihren Hoffnungen berichten. Ganz nebenbei entstanden durch die gemeinsame Vorbereitung des Infomaterials in Nigeria neue Austragungsorte für den Weltgebetstag.
Wir laden dazu ein der Einladung des Weltgebetstags zu folgen, die Lasten des Lebens vor Gott zu bringen und gemeinsam mit Geschwistern weltweit zu beten. Wir hoffen, dass durch den Weltgebetstag neue Menschen teil unserer Partnerschaft werden und freuen uns über alle Unterstützung im Gebet, durch Spenden oder aktives Mitwirken in unserer Partnerschaft.“
Alle Materialien, die der EJW-Weltdienst anlässlich des Weltgebetstags 2026 zur Verfügung stellt, stehen hier zum Download zur Verfügung. Darunter sind neben einer Präsentation zur Unterstützung von Gruppen, Gemeinden und Arbeitskreisen auch Videos mit Interviews und Statements von Frauen aus Nigeria, die aktiv in der Partnerschaft mit dem EJW-Weltdienst stehen.
Weitere Informationen zum Weltgebetstag 2026
Sojaernte und Kompost-Herstellung: Landwirtschaftliche Begegnungsreise nach Nigeria
Ende Oktober brachen zehn junge Menschen im Alter von 20 bis 35 Jahren mit landwirtschaftlichem Hintergrund auf eine vom EJW-Weltdienst, dem Evangelischen Bauernwerk und dem YMCA Northern Zone organisierten landwirtschaftlichen Begegnungsreis nach Nigeria auf. In Abuja, Jos und Lafia besuchte die Gruppe Milchvieh- und Schweinebetriebe, eine Fischfarm, eine Brüterei sowie kleinbäuerliche Familienhöfe.
Dabei erhielten die deutschen Teilnehmenden zwei Mal die Gelegenheit aktiv mitzuarbeiten: Sie stellten (im strömenden Regen) Kompost her – eine zentrale Maßnahme gegen die schnelle Abtragung des nährstoffarmen Oberbodens – und halfen bei der arbeitsintensiven Sojaernte von Hand. Diese praktische Erfahrung vermittelte ein tiefes Verständnis für die täglichen Herausforderungen in der nigerianischen Landwirtschaft.
Neben den Betriebsbesuchen wurde die Gruppe herzlich von den YMCAs Chugwi, Lafia und Mada Hills empfangen. Jonathan Kümmerle, der seinen Antrittsbesuch mit dieser Reise verknüpfen konnte, und Sebastian Hinderer nahmen daher nach den offiziellen Programmpunkten der Begegnungsreise noch Termine mit weiteren YMCAs der Northern Zone wahr.
Die Teilnehmenden bringen zahlreiche neue Eindrücke mit nach Hause. Der EJW-Weltdienst und das Evangelische Bauernwerk danken dem YMCA Northern Zone sowie der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend (aej) und dem Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMELH) für die Unterstützung.

Starke Landwirtschaft trotz Klimawandel – Austausch mit jungen Landwirtinnen und Landwirten
Wie begegnen junge Menschen in der Landwirtschaft den Herausforderungen des Klimawandels?
Am Freitag, 05. Dezember 2025 um 19:00 Uhr berichten junge Landwirtinnen und Landwirte von ihrer vielfältigen und eindrucksvollen Bildungs- und Landwirtschaftsreise nach Nigeria.
Die Veranstaltung findet vor Ort an der Ländlichen Heimvolkshochschule Hohebuch statt und wird parallel online übertragen.
Zur Online-Teilnahme: https://eu01web.zoom.us/j/67926468186
Gottfried Gronbach, Vorsitzender der ejl, ist im Alter von 68 Jahren verstorben
Am vergangenen Mittwoch ist der Vorsitzende der Evangelischen Jugend im ländlichen Raum (ejl), Gottfried Gronbach, nach schwerer Krankheit verstorben.
Gottfried Gronbach wurde 2002 in den Vorstand des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) gewählt und war bis 2010 Mitglied im EJW-Vorstand. In dieser Funktion übernahm er u.a. die Zuständigkeit für den Kontakt zur Evangelischen Jugend im ländlichen Raum. Diese war seit 1975 korporatives Mitglied des EJW. Am 9. August 2005 beschloss das Kollegium des Evangelischen Oberkirchenrats, die ejl ab Januar 2006 als Arbeitsbereich in das EJW zu integrieren. Gottfried Gronbach wurde zum 1. Vorsitzenden der ejl gewählt und blieb dies bis zu seinem Tod. Projekte wie die Weidenkirche, das Stadelkino oder DEATER wären ohne sein Engagement nicht möglich gewesen.
Über das Evangelische Jugendwerk bekam Gottfried Gronbach Kontakt zum damaligen CVJM-Weltdienst und ist 2007 zur Vorbereitung eines Workcamps erstmalig nach Nigeria gereist. Er sagte später über diese erste Afrika-Reise: „Ich war sprachlos. Es war für mich eine völlig andere Welt. Aber ich habe gleich gespürt: Ich will mich darauf einlassen.“ Es folgten viele engagierte Jahre im Fachausschuss des EJW-Weltdienstes und als Vorsitzender im Länderausschuss Nigeria. Im Kirchenbezirk Blaufelden war Gottfried Gronbach zudem Vorsitzender des Vereins der „Freunde und Förderer der evangelischen Jugendarbeit“ und engagiert in der Direktpartnerschaft des Kirchenbezirks mit dem YMCA Mada Hills in Nigeria und dessen landwirtschaftlichem Ausbildungszentrum zunächst in Ikposogye, später in Lafia/Nigeria.
Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement erhielt Gottfried Gronbach 2010 die EJW Ehrennadel in Gold und 2024 die Goldene CVJM-Weltbundnadel.
Gottfried Gronbach bezeichnete sich selbst als Praktiker. Über Strukturen und langwierige Prozesse konnte er sich durchaus ärgern. Mit seiner ehrlichen, geradlinigen Art setzte er sich im Gegenzug leidenschaftlich dort ein, wo er etwas sichtbar bewirken konnte. So beendete er Tagesordnungspunkte in Sitzungen in der Regel mit der Aussage: „Also, no macha mr des so!“
Cornelius Kuttler, der Leiter des EJW, würdigt Gottfried Gronbach als „herausragende, profilierte Persönlichkeit, die sich für junge Menschen weit über Württemberg hinaus einsetzte. Gottfried Gronbach war ein Geschenk für die evangelische Jugendarbeit.“ Daniel Veit, Landesreferent der ejl, erinnert sich: „Gottfried war ein Mensch, der auf ganz natürliche Weise beides im Blick hatte – junge Menschen auf dem Land und seinen Glauben, der ihn getragen hat“.
Nach zunächst erfolgreicher Therapie war bei Gottfried Gronbach im Spätsommer der Krebs zurückgekehrt. Hinter ihm und seiner Familie liegt ein langer und harter Weg zwischen Hoffen und Bangen, guten gesundheitlichen Perspektiven und Rückschlägen. Nun ist Gottfried in seiner himmlischen Heimat angekommen. In allem Schmerz halten wir uns daran fest: Er ist nun in den besten Händen. Und wir sind Gott sehr dankbar, dass wir diesen Mann gehabt haben.
Die Trauerfeier findet am Dienstag, 11. November, um 14 Uhr in der Evangelischen Kirche in Michelbach/Heide statt. Die Urnenbeisetzung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt im Familienkreis.
Anlässlich seiner Verabschiedung aus dem Länderausschuss Nigeria wurde im Juni 2024 ein ausführliches Interview mit Gottfried Gronbach auf der Website des EJW-Weltdienstes im O-Ton veröffentlicht, auf das wir hier gerne verweisen: www.ejwue.de/2024/12/interview-mit-gottfried-gronbach/
Seit 01.09.2025 ist das hauptamtliche Team des EJW-Weltdienstes wieder komplett.
Ein herzliches Willkommen an Jonathan Kümmerle, der sich hier vorstellt:
Ich heiße Jonathan Kümmerle, bin 33 Jahre alt und wohne mit meiner Frau Silja und unserer Tochter in Waldenbuch. Seit dem 1. September bin ich mit 50 Prozent als Landesreferent im EJW-Weltdienst für die Länderpartnerschaften mit Eritrea und Nigeria und für neue Formate mit jungen Menschen im internationalen Bereich zuständig. Außerdem bin ich – ebenfalls seit Anfang des Monats – mit weiteren 50 Prozent in der Ev. Kirchengemeinde Nufringen als Jugendreferent tätig.
Davor war ich bereits sieben Jahre lang Jugendreferent in der Ev. Kirchengemeinde Waldenbuch mit Schwerpunkten in unterschiedlichen Bereichen der Kinder- und Jugend- und Familienarbeit. Mein Studium der Theologie an der Evangelischen Hochschule Marburg in Tabor habe ich 2017 abgeschlossen.
Geboren und aufgewachsen bin ich mit zwei Schwestern auf der Insel Yap in Mikronesien, wo meine Eltern als Missionare gearbeitet haben. Als ich 12 Jahre alt war, zog meine Familie dann zurück nach Deutschland, genauer gesagt in den Schwarzwald nach Bad Liebenzell. Nach meinem Abitur habe ich einen zweijährigen Freiwilligendienst in Kanada bei Urban Promise Toronto absolviert, einer sozial-missionarischen Organisation, die Kinder und Jugendliche in sozialen Brennpunkten fördert. Wegen der Begegnungen mit Menschen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund in der Stadt, im Team und mit den Teilnehmenden unseres Programms ist es neben meiner Kindheit in Mikronesien auch Toronto zu verdanken, dass mir interkulturelle Begegnungen und Austausch ein persönliches Anliegen sind. Durch meine Arbeit im EJW-Weltdienst will ich Menschen, vor allem auch junge, für diese Leidenschaft begeistern.
Kontaktdaten: jonathan.kuemmerle@ejwue.de
Internationale Begegnungsräume für junge Menschen schaffen
Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) hat Jonathan Kümmerle als neuen Referenten im EJW-Weltdienst berufen. Ab 1. September 2025 verstärkt er mit 50% den Bereich der internationalen Arbeit im EJW. Kümmerle wird bei dieser Tätigkeit einen besonderen Schwerpunkt auf die Länderpartnerschaften mit Nigeria und Eritrea legen und neue Formate für junge Menschen im internationalen Feld entwickeln. Außerdem wird er den Transformationsprozess EJW-Weltdienst 2030 im Team von Haupt- und Ehrenamtlichen mitgestalten.
Der heute 33-Jährige hat in seinem Leben schon viele internationale Erfahrungen gemacht, die ihn nach eigenen Aussagen sehr geprägt haben. Geboren und aufgewachsen ist er auf der Insel Yap in Mikronesien und später in Bad Liebenzell. Nach einem internationalen Freiwilligendienst in Toronto hat Jonathan Kümmerle Theologie an der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg studiert und mit dem Bachelor of Arts (B.A.) abgeschlossen. Seit 2018 arbeitet er als Jugendreferent in der Evangelischen Kirchengemeinde Waldenbuch.
In der Kinder- und Jugendarbeit waren seine Schwerpunkte der letzten Jahre, nachhaltige Strukturen für die Kinder- und Jugendarbeit aufzubauen, die Integration und Verknüpfung der Jugendarbeit mit der örtlichen Kirchengemeinde voranzutreiben und Familienarbeit zu initiieren.
„Das Thema, dass mich schon seit Jahren in der interkulturellen Arbeit fasziniert, ist die Kommunikation, das Zusammenarbeiten und das Zusammenleben von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen oder Lebenswelten“, sagte Kümmerle nach seiner Berufung. „Ein großes Anliegen ist es mir, Begegnungsräume für (junge) Menschen zu schaffen, in denen sie interkulturelle Erfahrungen machen können. Diesen Bereich möchte ich in den nächsten Jahren voranbringen.“
Eine Begegnung in seinem internationalen Freiwilligendienst in Toronto habe ihn nachhaltig beeindruckt: „Ein 8-jähriger Junge hat mir erzählt, dass er auf jeden Fall eines Tages im Knast landen wird, weil das nämlich bei allen seinen männlichen Familienmitgliedern der Fall ist. Mich hat die Hoffnungslosigkeit, mit der dieses Kind auf seine Zukunft blickt, sprachlos gemacht. Nicht alle jungen Menschen haben die gleichen düsteren Zukunftsprognosen wie dieser Junge, aber ich erlebe, wie gerade Hoffnungslosigkeit um sich greift. Und dabei will ich nicht tatenlos zusehen. Ich glaube, das Evangelium schenkt Hoffnung. Deshalb mache ich Jugendarbeit.“
Jonathan Kümmerle wohnt mit seiner Frau Silja und der anderthalbjährigen Tochter in Waldenbuch. In seiner Freizeit reist er gerne, geht wandert oder spielt Gitarre. Auch das Kochen gehört zu seinen Leidenschaften.
Weitere Informationen: EJW-Weltdienst
„Sujada“ bedeutet Gemeinschaft. Jeden Monat wollen wir Einblick geben in unsere Partnerschaft und unsere Länder.
Ein Projekt des nigerianisch-deutschen PR-Teams.
„Sujada“ means fellowship. Every month we want to give an insight into our partnership and our countries.
A project of the Nigerian-German PR team.
Willkommensgruß von Jonathan Kümmerle – Programmkoordinator Nigeria / Eritrea
Übersetzung:
Hallo Brüder und Schwestern in Jesus Christus, in der YMCA Northern Zone in Nigeria und hallo allen Freunden und Unterstützern des EJW-Weltdienstes.
Mein Name ist ist Jonathan Kümmerle. Ich habe letzten September meine Arbeit als Programmdirektor für Nigeria und Eritrea im EJW begonnen.
Kurz darauf konnte ich Nigeria besuchen. Ich begegnete ich vielen Leuten aus den örtlichen YMCAs und der Northern Zone. Es war eine wundervolle Erfahrung, euch alle und euer Land kennenzulernen. Ich kann es nicht erwarten, bald nach Nigeria zurückzukehren.
Obwohl ich schon seit einem halben Jahr im EJW arbeite, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich all denen vorzustellen, die ich noch nicht persönlich kennengelernt habe. Ich freue mich auf viele weitere Begegnungen, auf neue nigerianische und deutsche Mitglieder in unserer Partnerschaft.
Ich freue mich euch bald zu treffen und schicke euch Grüße aus dem EJW.
Gottes Segen.
Das PR-Team stellt sich vor
Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Öffentlichkeit in beiden Ländern eine große Bedeutung hat. Deswegen erfolgt diese seit etwa zwei Jahren teilweise zweisprachig. 2022 haben wir uns das erste Mal an einen gemeinsamen Adventskalender gewagt.
The PR team introduces itself
We have found that publicity is very important in both countries. That’s why PR has been partly bilingual in the last two years. In 2022, we worked together for the first time on a joint Advent calendar.



Goldene Weltbundnadel für Gottfried Gronbach
Gottfried Gronbach (im Bild links) erhielt anlässlich des Freundestages Nigeria die Goldene Weltbundnadel. Gronbach war im März diesen Jahres vom Vorsitz des Länderausschusses Nigeria nach 17 Jahren Einsatz für das Land und die Partnerschaft mit dem dortigen YMCA zurückgetreten.

Geweckt wurde Gronbachs Leidenschaft auf einem Workcamp im Jahr 2007 – der Satz einer Mitreisenden sollte prägend werden: „Wenn ihr nach Nigeria fliegt, werdet ihr verändert zurückkommen.“ Neben gesundheitlichen Gründen gab für den Rücktritt den Ausschlag, dass Gronbach die Art und Höhe der Finanzierung der Weltdienstarbeit nicht mehr mittragen konnte.
Walter Wolf (im Bild rechts), langjähriger Wegbegleiter und Gremienverantwortlicher im EJW-Weltdienst, würdigte Gronbachs Engagement. Er verglich Gronbachs Einsatz mit einem Pfeil: geradlinig und mit Durchschlagskraft: „Mit der Geradlinigkeit eines Pfeils hast du die Arbeit geleitet und auch deinen Abschied gestaltet“, so Wolf. „Aber du wolltest dabei nie verletzen, sondern die Partnerschaft und die Arbeit weiterbringen.“
Die Nachfolge von Gronbach treten Sebastian Hinderer und Elena Magenau an. Beide sind langjährige Mitarbeitende im Ausschuss, waren schon mehrmals im Land und kennen die verschiedenen Partnerschaftsakteure. Wolf, der kommissarisch den Vorsitz übernommen hatte, freute sich: „Schön, dass wir mit euch beiden die Arbeit in jüngere, verantwortliche Hände übergeben können – ein Generationenwechsel steht also in der Gestaltung der Arbeit an.“
Am Freundestag Nigeria waren rund 35 Interessierte und Engagierte anwesend. Er findet jährlich in verschiedenen Gemeinden statt. Dieses Jahr war der Veranstaltungsort das Gemeindezentrum der Auferstehungskirche in Reutlingen. Der EJW-Weltdienst ist seit rund 60 Jahren in Partnerschaft mit rund 20 YMCA im Norden Nigerias. Neben christlicher Jugendarbeit sind Ausbildungs- und Schulprogramme Fokus der Partnerschaft.
Einen besonderen Schwerpunkt hatte die landwirtschaftliche Begegnungsreise des EJW-Weltdienstes nach Nigeria in diesem Herbst: Vom 9. bis 19. November 2023 stand das Kennenlernen von Agrarinitiativen im Umfeld des YMCA Northern Zone und der Austausch mit Menschen, die in der Landwirtschaft tätig sind, im Fokus. Alle Teilnehmenden der achtköpfigen Reisegruppe kommen selbst aus einem landwirtschaftlichen Hintergrund. Tanja Maurer, Teilnehmerin der Reise, berichtet von inspirierenden und bereichernden Begegnungen:
Unser Abenteuer begann mit der Reise von Frankfurt nach Abuja, dem ersten Ziel: die Farm „Hope Eden“ von Shiekar und Annegret Kumbur in der Nähe der nigerianischen Hauptstadt Abuja. Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 wird diese Farm mit einer Fülle an Herzblut und Hoffnung betrieben. Es war beeindruckend zu sehen, wie „Hope Eden“ nicht nur als landwirtschaftliches Anwesen, sondern auch als Ort fungiert, der Bildung ermöglicht und für viele Familien, denen Bildung sonst verwehrt bliebe, Unterstützung bietet.
Unsere Reise führte uns weiter nach Lafia, wo wir an der YMCA Youth Konferenz mit dem Thema „Green Skills for green Jobs“ teilnahmen. Ein inspirierender Austausch fand statt, sowohl zwischen der jungen Generation als auch zwischen den Geschlechtern.
Am nächsten Tag fuhren wir weiter ins Landesinnere, um uns dort mit Farmern vor Ort zu treffen. Die Frauen tauschten sich über Methoden zur Konservierung von Früchten aus, während die Männer intensive Gespräche über Feldbesichtigungen, Produktionswege und Möglichkeiten abstimmten. Die Landwirtschaft in Nigeria ist eine Quelle unglaublicher Vielfalt, Leidenschaft und unermüdlicher Arbeit!
Zusätzlich zu den landwirtschaftlichen Aktivitäten besuchten wir verschiedene Gottesdienste und erkundigten uns über VSLA-Projekte (Village Savings and Loans Associations – Dorfsparverbände).
Die Agric Show (Landwirtschaftsausstellung) am Montag hat unsere Erwartungen übertroffen! Die Diskussionen mit den Landwirten über Ernte, Saatgut, Herausforderungen und Vermarktung waren äußerst faszinierend.
Wir wurden überall herzlich von Landwirten und ihren Familien empfangen, für uns ging es weiter nach Jos. Besonders bemerkenswert war das Treffen mit den Farmern der nachhaltigen Lebensmittelproduktion, die mit ihrer innovativen Bewässerungsmethode erfolgreich sind und so Hoffnung in ihrer täglichen Arbeit schöpfen. Ein weiteres Highlight war das Zusammentreffen mit der Kooperative der Geflügelzüchter, hier versuchen die Farmer in der Gemeinschaft die Produktion zu verbessern und effektiver zu gestalten.
Nigerias Landwirtschaft ist nicht nur ein Weg des Lebens, sondern auch ein Ausdruck von Kultur und Tradition. Die Menschen hier pflegen eine tiefe Wertschätzung für ihre Agrarlandschaften und nutzen jahrhundertealte Praktiken, um köstliche Produkte anzubauen, die reich an Geschmack und Nährstoffen sind.
Es ist inspirierend zu sehen, wie die Gemeinschaften in Nigeria durch die Landwirtschaft zusammenkommen. Bauernmärkte, Verkauf am Straßenrand und erzeugende Gemeinschaften werden zu pulsierenden Zentren der Begegnung, wo die Fülle an frischen Erzeugnissen eine Freude für die Sinne ist. Die Menschen teilen nicht nur ihre Ernten, sondern auch ihre Geschichten, Traditionen und eine unbeschreibliche Gastfreundschaft.
Mit viel Demut und einer Fülle an positiven Begegnungen im Herzen und gestärkt im Glauben kehren wir mit den Eindrücken aus Nigeria zurück ins herbstliche Deutschland. Ich bin zutiefst dankbar für die wertvolle Zeit, die Gastfreundschaft und Offenheit in Nigeria, die Unterstützung von Nvou, Caleb und Bathseba, unsere Reisegruppe, die sich mit ihren individuellen Stärken eingebracht hat, und natürlich unserem Gott, der über uns wachte und uns beschützte.
