Mehrere Hundert Kinder und Jugendliche trafen sich in Herrenberg zum Jungbläserfestival 2026
Rund 400 Jungbläserinnen und Jungbläser aus dem ganzen Ländle kamen zum Jungbläserfestival in Herrenberg zusammen. Schon bei der hervorragend organisierten Ankunft war die große Vorfreude überall spürbar. Aus der Ferne erklangen bereits die ersten Töne des Landesjugendposaunenchores und stimmten auf einen besonderen Tag ein.
Zum gemeinsamen „Intro“ versammelten sich alle Teilnehmenden in der Aula der Theodor-Schütz-Realschule. Dort entstand sofort eine lebendige und mitreißende Atmosphäre: Es wurde gespielt, gehupt und gebrummt, je nach Leistungsstand – ein eindrucksvolles Klangbild, das die Begeisterung der jungen Musikerinnen und Musiker widerspiegelte.
Geistliche Impulse brachte Sofia ein, eine Theologiestudentin und selbst aktive Posaunenbläserin. In ihren Worten erzählte sie von der Kraft des Heiligen Geistes und vermittelte den Gedanken, dass diese Kraft auch in jedem Instrument wohnt und durch die Musik spürbar wird. Ihre Beiträge regten zum Nachdenken an und gaben dem Festival eine besondere Tiefe.
Musikalisch wurden die Teilnehmenden den ganzen Tag über sicher und engagiert von den Landesreferentinnen und Landesreferenten aus der Posaunenarbeit des EJW begleitet. Mit viel Erfahrung und Feingefühl leiteten sie Proben und gemeinsame Stücke an und sorgten dafür, dass aus den vielen einzelnen Stimmen ein harmonisches Ganzes entstand. Nach dem Intro wurde in Kleingruppen weitergearbeitet, eingeteilt nach Leistungsniveau. Geleitet wurden die Gruppen von engagierten Bläserinnen und Bläsern, die mit viel Freude und Spaß mit den Jungbläsern die Stücke übten.
In der wohlverdiente Mittagspause gab es neben einem leckeren Essen in der Schulmensa auch ein buntes Programm auf dem Schulhof mit vielen tollen Aktivitäten: Beim „laufenden A“, mit einem Jonglagekoffer oder bei der Herstellung von Schlauchtrompeten konnten sich die Kinder und Jugendlichen kreativ austoben. Ein besonderes Highlight war die große Hüpfburg, die für viel Bewegung und gute Laune sorgte. Auch innerhalb des Schulgebäudes gab es zahlreiche Angebote wie Basteln und Puzzeln. Besonders beeindruckend war hier eine sogenannte „Lufteisenbahn“, die allein durch den eigenen Atem angetrieben werden konnte – ein spielerischer und zugleich faszinierender Zugang zur Welt der Blasmusik.
Nach einer weiteren Übungsrunde in den Kleingruppen, trafen sich schließlich alle wieder im Plenum zum großen „Finale“. Gemeinsam wurde musiziert, wobei auch einige Zuhörer waren anwesend waren, um den Abschluss mitzuerleben. Dabei erklangen alle Stücke, die zuvor in den Gruppen erarbeitet worden waren. Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame „Nun danket alle Gott“. Wer genau hinhörte, konnte sogar die Glocken des Ulmer Münsters erahnen.
Mit dieser eindrucksvollen Abschlussveranstaltung ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Das Jungbläserfestival in Herrenberg war damit nicht nur ein musikalisches Ereignis, sondern auch ein Tag voller Gemeinschaft, Inspiration und gelebter Begeisterung für die Posaunenarbeit.