Impressionen vom European Gospelfestival

08.09.2026

Stuttgart im Takt der Gospelmusik

Drei Tage lang feierten weit über 5.000 Sängerinnen und Sänger aus 23 Nationen und zehntausende Besucherinnen und Besucher beim besucherstärksten 12. Internationalen Gospelkirchentag 2026 die Vielfalt der Gospelmusik. 

„Gib der Welt Farbe“: Mit diesem Appel gegen das Grau der schlechten Nachrichten von Krieg und Zukunftsangst ist das European Gospel Festival in Stuttgart am 3. Mai zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Colour the World“ setzten die Teilnehmenden ein Zeichen für mehr Mut, Hoffnung und ein neues Miteinander in einer zerrissenen Welt. Das Festival, das alle zwei Jahre in einer anderen deutschen Stadt stattfindet, bot ein einzigartiges Erlebnis. Es zeigte die Vielfalt der Pop- und Gospelmusik und machte moderne Kirchenmusik in all ihren Facetten erlebbar.

5700 Gospelfans aus Deutschland, Europa und der Welt und zehntausende Besucherinnen und Besucher stellten einen Allzeit-Rekord auf. Noch nie waren (seit der Gründung dieses Formats im Jahr 2002) so viele Sängerinnen und Sänger dabei und beim Festivaleröffnungskonzert am Freitagabend stimmten sich alle auf ein buntes Festival-Wochenende ein. Die rappelvolle Innenstadt pulsierte am Samstag im Takt der Gospelmusik und sorgte für begeisterte Menschen und ein neues Miteinander.
Auf Open-Air-Bühnen traten Chöre aus der Region und ganz Europa auf. Viele regionale Bands und Blechbläsergruppen bespielten drei Auftrittsflächen in der Königstraße und bei der Nacht der Chöre hatte man eine große Klang-Auswahl: 75 Chören traten in 20 Stuttgarter Kirchen bei kostenfreien Konzerten auf.

Im Abschlussgottesdienst rief Landesbischof Ernst-Wilhelm Gohl zu mehr Mut auf: „Wenn wir von unserem Glauben erzählen, stärken wir uns gegenseitig und geben die Hoffnung in einer zutiefst zerrissenen Welt weiter.“ „Liebe Gott von ganzen Herzen und den nächsten wie dich selbst“ – der 12. Internationale Gospelkirchentag habe den Kompass zu einem guten Leben neu gestellt, sagte Martin Bartelworth, Vorstand des Veranstalters Stiftung Creative Kirche. Stuttgart sei zu einem großen Trainingsplatz für Glück, Stimme und Seele geworden. „Gospelsingen ist die beste Medizin ohne Nebenwirkungen gegen einen depressiven Zeitgeist“, so Bartelworth.

Zu den Höhepunkten des Festivals zählte das „Treppenkonzert“ des Stuttgarter Chores „Gospel im Osten“ mit 600 Sängerinnen und Sängern auf Höhe des bevölkerten Schlossplatzes und die Nacht der Chöre mit vielen internationalen Begegnungen. „Hier wird sichtbar, wie sich die Evangelische Kirche neu ausrichten und eine neue Form von attraktiver anziehender Kirche sein kann“, so Bartelworth. Aber das eigentliche Highlight liegt nicht im Wachstum der Zahlen, sondern im stillen unsichtbaren Wachstum der Herzen für ein positives Miteinander.

Diese gelebte Gemeinschaft wurde auch ganz praktisch sichtbar: Bei den Chorkonzerten in den Kirchen wurde zugunsten eines Naturschutzprojektes von Brot für die Welt in El Salvador gesammelt, die Gesamtspendensumme betrug nach dem Abschlussgottesdienst 36.149,68 Euro.

Parallel fand im CVJM-Haus das Jugendfestival mit viel Action, Gemeinschaft und cooler Musik statt.

Viele Fotos, Presseberichte und Beiträge kann man auf www.gospel.de anschauen und anhören.

Bericht Landeskirche: European Gospel Festival setzt starke Impulse | Ev. Landeskirche in Württemberg

Bericht – mit Fokus auf unsere regionale Popularmusikszene: Rückschau European Gospelfestival in Stuttgart | Amt für Kirchenmusik

Array
(
)
Click to access the login or register cheese