Ehren- und hauptamtlich Mitarbeitende berichten von der Projektreise nach Äthiopien
Es ist schon dunkel geworden. Die kleinen Tische und einfachen Hocker auf dem Gehweg gehören zu einem kleinen Restaurant. Es herrscht Hochbetrieb. Tigist und ihre Tochter wirbeln zwischen den Tischen und der Küche hin und her. Wir ergattern einen Tisch und bestellen das „Special“, gestampfte Kartoffel, Bohnen- und Kichererbsengemüse garniert mit Chilli-Soße. Es ist feurig-scharf, aber sehr lecker!

Tigist ist Teil einer neuen Seedmoeny-Gruppe in Hawassa und hat sich ihren Traum erfüllt und ein Restaurant eröffnet. Eigentlich wollten wir ein Interview mit ihr führen. Mitten in den trubeligen Abendstunden ist daran aber nicht zu denken.
Wir, das sind Annika Wöhrle und Frank Lutz aus dem Länderausschuss Äthiopien, Valerian Grupp als Länderreferent im EJW und Martin Barth vom CVJM Deutschland. Unterstützt werden wir von Helen Tefera und Shimelis aus dem YMCA Äthiopien, die sich beide um die Umsetzung des Seedmoney-Projektes kümmern und uns begleiten.
Dieses Projekt ist der Schwerpunkt der 7-tägigen Projektreise. Nach dem Start im November 2025 wollen wir sehen, wie das Projekt angelaufen ist, was es bewirkt und was wir für weitere Gruppen lernen können, auch organisatorische Fragen sind noch zu klären.
Am Nachmittag haben wir schon einige Frauen der Seedmoney-Gruppe in ihren Geschäften besucht. Wir haben gehört, was sich durch das Projekt im Leben der Frauen verändert hat und erlebt, mit welcher Freude und Zuversicht sie in die neue Zukunft blicken.
Die vielen Stunden beim Projektpläne konzipieren, Budgets aufstellen und den zahllosen Online-Treffen mit dem YMCA haben sich gelohnt! Um es nüchtern auszudrücken: Wir sind begeistert von dem, was wir gesehen und von den Frauen gehört haben!
Weitere Eindrücke der Reise und neue Entwicklungen in den Projekten und im Land finden sich im Freundesbrief Äthiopien.