
Die Studie „Jugend gefragt!“ wurde als Vertiefungsstudie zu „Jugend zählt!“ vom Lehrstuhl für Religionspädagogik der Universität Tübingen unter koordinierender Leitung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) durchgeführt. Im September 2016 wurde die Vertiefungsstudie, gemeinsam mit anderen Studien sowie Kommentaren von Experten, im Buch „Jugend gefragt!“ veröffentlicht.
Herausgeber: Wolfgang Ilg / Schweitzer, Friedrich (Hg.)
Anlass der Vertiefungsstudie
Die im Oktober 2014 erschienene Studie „Jugend zählt“ ist auf reges Interesse gestoßen und hat an vielen Punkten die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen verstärkt in den Fokus gerückt. Unter anderem haben sich die Landessynoden sowohl in Baden als auch in Württemberg mit der Studie beschäftigt. Von der badischen Landessynode ging der Impuls aus, eine „Ergänzung der Jugendstudie“ zu erstellen. Auch in der württembergischen Landessynode wurde die Idee einer Vertiefungsstudie aufgegriffen.
Aufbau der Vertiefungsstudie
Die Studie, die vom Lehrstuhl für Religionspädagogik an der Universität Tübingen unter koordinierender Begleitung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg durchgeführt wurde, setzt sich aus folgenden Teilstudien zusammen:
A) Quantitative Teilstudie: Vertiefte Auswertung der vorliegenden statistischen Daten
Die Daten aus der Studie wurden im Buch „Jugend zählt“ differenziert nach den verschiedenen Arbeitsbereichen ausgewertet. Zudem wurden auf Ebene der Kirchenbezirke und Landkreise Einzelauswertungen bereitgestellt. Trotz der umfangreichen Buchpublikation und der verschiedenen Auswertungen für die lokale Ebene, werden noch längst nicht alle Auswertungsmöglichkeiten genutzt.
Daher sollen mögliche Differenzen zwischen Stadt- und Landgemeinden ebenso wie die Frage nach der Verteilung der Angebote in den Fokus rücken: Finden Kinderbibelwochen beispielsweise vor allem in Gemeinden statt, in denen es sonst kaum Angebote gibt oder florieren sie genau dort, wo bereits etliches für Kinder und Jugendliche angeboten wird? Zudem ist nach der Stärke und Größe der Jugendverbände und dem Einfluss der demographischen Entwicklung zu fragen.
B) Qualitative Teilstudie: Interviews mit Verantwortlichen vor Ort
Während die quantitative Teilstudie die vorhandenen Daten lediglich reanalysiert, werden bei der (deutlich aufwändigeren) qualitativen Teilstudie durch Interviews mit Verantwortlichen vor Ort weitere Daten erhoben, die Erklärungsansätze bieten. Im Fokus steht die Frage, was dazu führt, dass an manchen Stellen (Gemeinden und Jugendverbände) die evangelischen Angebote für Kinder und Jugendliche so umfangreich stattfinden und angenommen werden. Die Interviews wurden teiltranskribiert, anonymisiert und inhaltsanalytisch ausgewertet.
Die wissenschaftliche Begleitung erfolgte durch den Lehrstuhl für Religionspädagogik der Universität Tübingen unter der Gesamtleitung von durch Prof. Dr. Friedrich Schweitzer und folgenden Mitarbeitenden: