Die TeenieKirche ist ein dialogisches Format mit postmodernen Beteiligungs-Elementen. Die Entdeckungen der Jugendlichen an einem Bibeltext stehen im Mittelpunkt. Dabei ist für die Teilnahme kein Vorwissen notwendig. Die Teens kommen einfach in ein offenes Gespräch und auch die Predigt entsteht durch einen dynamischen Prozess.
In einer TeenieKirche bestimmen Jugendliche selbst das Thema. Sie legen es über eine Highscore-Liste fest. Das Thema, das die meisten Stimmen bekommt, ist als nächstes Thema gesetzt – ganz egal, wie schräg es zunächst wirkt. Dabei ist es geradezu gewollt, dass hinter einem Thema auch der bloße Versuch stehen könnte, die Mitarbeitenden aufs „Glatteis“ zu führen. Denn so entsteht ein spielerischer Reiz für die Jugendlichen zu testen, ob es den Mitarbeitenden wirklich gelingen wird, zu diesem Thema eine passende Bibelgeschichte zu finden. Dadurch bekommt eine TeenieKirche von Beginn an eine wohltuende Leichtigkeit, die erfreulicherweise im weiteren Verlauf keinerlei thematische Tiefe verhindert.
Das Thema der TeenieKirche wird zunächst also auf jeden Fall ernst genommen und genau betrachtet, bevor man inhaltlich über zu einer Bibelgeschichte wandert. Alle Teilnehmenden haben eine Bibel in der Hand und lesen die Geschichte. Jeder und jede macht eigene Entdeckungen, teilt sie kurz und bündig in einer Kleingruppe und bringt in einem dynamischen Prozess die eigenen Fragen und Statements ein. Die Predigt entsteht im „Jetzt“ – in einem Dialog. Es gibt Einsprüche, Blitzableiter, Zwischenrufe – alles auf Augenhöhe – und den Effekt, dass die Jugendlichen entdecken, welche erstaunliche Alltagsrelevanz biblische Geschichten haben.
Manche mögen dieses Format bereits unter dem Stichwort „Dialog“ oder als „Dialog Prinzip“ kennen (siehe Buch Veröffentlichung).