125. Jahrestag des 1. Landesposaunentags

16.05.2026 | Albrecht Schuler

Am 16. Mai 2026 jährt sich der erste Landesposaunentag zum 125. Mal – der erste „LAPO“ fand am 16. Mai 1901 statt.

Wir schreiben das Jahr 1901, die württembergische Posaunenchortradition ist gerade mal 20 Jahre alt – 1881 wurde der Posaunenchor Reutlingen gegründet – da trafen sich am 16. Mai 177 der 300 Bläser aus den 35 Chören in Esslingen zum ersten Landesposaunentag. Damals hieß es Bundesposaunenfest des Süddeutschen Evangelischen Jünglingsbundes.

In der Folge fanden die Landesposaunentage in unterschiedlichen Abständen und an verschiedenen Orten statt, u.a. auch 1906 in Ulm. Mit der zunehmenden Bläserzahl wuchs auch die Beteiligung an den Landesposaunentagen. Und so kamen zum letzten Posaunentag unter ehrenamtlicher Leitung von Jakob Luz über 500 Bläser nach Herrenberg.

1929 wurde dann mit Hermann Mühleisen der erste hauptamtliche Mitarbeiter in der Posaunenarbeit in Württemberg angestellt. Er begründete mit dem Posaunentag 1933 in Reutlingen die bis heute andauernde Tradition des zweijährigen Rhythmus der Landesposaunentage – nur unterbrochen durch die Zeit des 2. Weltkriegs. Auch die Zahl der teilnehmenden Bläser wurde mit knapp 2.000 erstmals vierstellig, was ebenfalls bis heute anhält.

Seit 1946 sind die Landesposaunentage traditionell in Ulm

Mitten im Krieg hatte der damalige Landesposaunenwart Hermann Mühleisen eine Vision: „Nach dem Krieg treffen wir uns im Ulmer Münster zum 12. Landesposaunentag!“ Daraus sprach viel Gottvertrauen, denn die Posaunenarbeit hatte in der Nazizeit gelitten und war erst wieder im Aufbau.

Aber es geschah so: Das Münster war nach dem Krieg relativ unbeschädigt und konnte genutzt werden. Auf dem Münsterplatz, inmitten von Trümmern, fand die eindrucksvolle „Schlusskundgebung“ mit rund 2.000 Bläsern statt – diesen Tag haben die alten Bläser bis heute nicht vergessen. Nach dem Erleben 1946 war klar, künftig sollen alle württembergischen Landesposaunentage in Ulm stattfinden.

Als nach einiger Zeit selbst das Ulmer Münster zu klein wurde, nutzte man parallel auch andere Ulmer Kirchen und Hallen. Bei der „Schlussfeier“ treffen sich alle auf dem Münsterplatz, vor dem (immer noch) höchsten Kirchturm der Welt. Die Zahl der Teilnehmenden stieg ständig und hatte 1998 mit 9.200 Bläserinnen und Bläsern eine Höchstmarke erreicht. Derzeit treffen sich etwa 6.500 Musizierende sowie viele Fans und spielen im größten regelmäßig auftretenden Posaunenchor der Welt, genießen den besonderen und eindrucksvollen Klang und das Flair auf dem Münsterplatz.

Der 51. Landesposaunentag in Ulm findet am 26. und 27. Juni 2027 statt.
Weitere Infos: www.landesposaunentag.de

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Ganztag

Der Anspruch auf Ganztagsbetreuung wird die christliche Kinder- und Jugendarbeit verändern. Das EJW bietet regelmäßige online-Netzwerktreffen an, die zum Thema informieren und Austausch ermöglichen.

Weitere Informationen:
Ganztag

Krisenmanagement

Das Projekt „Krisenmanagement in Jugendverbänden“ zielt darauf ab, ein umfassendes, praxisorientiertes Konzept für ein Krisenmanagement bei Veranstaltungen in der Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren.

Weitere Informationen:
Krisenmanagement

Prävention sexualisierter Gewalt

Evangelische Jugendarbeit soll ein sicherer Ort für junge Menschen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Das EJW bietet zu diesem Thema Hilfestellungen, Praxishilfen und Kontakte für Veranstaltungen und Schulungen.

Weitere Informationen:
Prävention sexualisierter Gewalt

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Gemeinsam mit jungen Menschen an der Basis Verantwortung übernehmen

Unter dem Leitmotiv „begegnen, begleiten und befähigen“ fand am 09. Mai 2026 die Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) statt. 131 Delegierte aus ganz Württemberg kamen im Tagungszentrum Bernhäuser Forst zusammen, um gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und die strategische Ausrichtung der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit zu beraten und zu entscheiden.

Den Auftakt bildete ein Gottesdienst, bei dem die neuen Mitarbeitenden Elias Aufrecht, Jonathan Kümmerle, Daria Marmaridis, Katharina Trostel und Johannes Wörner in ihren Dienst eingeführt wurden. Zugleich fand die Begrüßung der neuen Vorsitzenden der Bezirksarbeitskreise statt und den ausscheidenden Vorsitzenden wurde für ihr Engagement gedankt.

Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumvami würdigte in ihrem Grußwort an die Versammlung das Engagement der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden und betonte die Bedeutung einer lebendigen Jugendverbandsarbeit in Kirche und Gesellschaft: „Unser Miteinander ist kostbar und das gelingt nur, wenn wir uns gemeinsam in der Gesellschaft einbringen.“ Es sei entscheidend, Lebensfragen von jungen Menschen ernst zu nehmen und sie dabei zu begleiten und zu beraten.

Julia Hinderer, die Vorsitzende des EJW, betonte, dass Transformation selten ein bequemer Prozess und nicht nur Aufbruch, sondern immer auch mit Abschied verbunden sei. Sie hob hervor, wie die große Vielfalt an Formaten, Projekten und Beziehungen, die über viele Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit gewachsen sind, tragen. Diese verlässliche und wirksame Arbeit bilde das Fundament, auf das alles Neue aufbauen kann. Beides gehöre zusammen, sowohl das wertschätzende Bewahren, als auch das mutige Verändern: „Wenn wir es schaffen, diese Spannung auszuhalten und gemeinsam zu gestalten, dann kann Transformation gelingen – nicht als Bruch, sondern als Weiterentwicklung“. Denn es sei wichtig sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass „Zukunft gestaltbar ist, weil wir glauben, dass Gott Wege eröffnet. Weil wir glauben, dass unser Handeln heute Bedeutung hat für das, was morgen möglich wird.“

Die Landesleitung des EJW berichtete über die Entwicklungen des vergangenen Jahres und stellte die Projekte und Planungen für die kommenden Monate vor. Der Jahresbericht sowie der Jahresabschluss zeigten, wie breit die Arbeit aufgestellt ist und an wie vielen Stellen Begegnung ermöglicht wird. Nach einer Aussprache entlasteten die Delegierten den Vorstand. Auch der Haushaltsplan der Landesstelle wurde vorgestellt und diskutiert. In diesem Zusammenhang wurde vor Augen gestellt, dass finanzielle Entscheidungen immer auch darauf ausgerichtet sind, Menschen zu befähigen und Räume für gelingende Arbeit zu schaffen. Zudem wurde die “Richtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung sexualisierter Gewalt“ thematisiert und in ihren Auswirkungen auf die Arbeit vor Ort eingeordnet.

Cornelius Kuttler, Leiter des EJW, betonte, dass er das EJW trotz Einsparungen und Veränderungen „nicht am Ende, sondern als quicklebendig“ empfinde. Er führte aus: „Wir sind Ermutigungsgemeinschaft, wenn wir einander dienen und alles darauf ausrichten, jungen Menschen in ihren Lebenswelten zu begegnen, Beziehung zu leben und sie zum Glauben an Jesus einzuladen und darin zu stärken.“

Der Bericht von Landesjugendpfarrer Matthias Rumm griff aktuelle Entwicklungen auf und stellte die Arbeit in einen größeren kirchlichen Zusammenhang. Besondere Herausforderungen sind zum Beispiel Themen wie Jugendbeteiligung in der Kirche, Demokratiebildung, Wehrdienst, Kriegsdienstverweigerung und Friedensarbeit. Diese Themen erfordern ein hohes Maß an Begleitung und Orientierung.

Ein zentraler Bestandteil der Versammlung war der inhaltliche Austausch: In einem World Café, vorbereitet und durchgeführt von Sandra Wien, setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit dem grundlegenden Auftrag und dem Zielsetzungsprozess (BHAGs – Big Hairy Audacious Goals) der Landesstelle auseinander. Dies sind herausfordernde Ziele, die sich das EJW im Zuge seines Transformationsprozesses gesetzt hat. Die BHAGs wurden dabei als wichtige Leitlinie für das strategische Handeln diskutiert. In den Gesprächen spiegelte sich das Leitmotiv der Delegiertenversammlung wider: Wie können wir Begegnung fördern, Menschen verlässlich begleiten und sie zugleich dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen?

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der gesellschaftspolitischen Verantwortung des Verbandes. In einem von Anna Mader moderierten Tagesordnungspunkt wurde die Haltung des EJW zu politischem Populismus und Extremismus deutlich benannt und die Beschlussempfehlung einstimmig unterstützt. Das EJW bekennt sich dazu, dass auf der Grundlage des christlichen Glaubens jedem Menschen eine unverlierbare Würde zukommt. Jegliche Form von Populismus und Extremismus lehnt das EJW ab. Das klare Statement unterstreicht den Anspruch, junge Menschen zu befähigen, sich für demokratische Werte, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander einzusetzen. In einer Gesprächsphase setzten sich die Delegierten mit dieser Thematik auseinander und konnten weitere Impulse einbringen.

Die Delegiertenversammlung zeigte insgesamt eindrücklich, wie das Zusammenspiel von Begegnung, Begleitung und Befähigung die evangelische Jugendarbeit in Württemberg auszeichnet. Die Veranstaltung war geprägt von einem konstruktiven Austausch, klaren Entscheidungen und dem gemeinsamen Willen, die Arbeit in Kirche und Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

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Mehrere Hundert Kinder und Jugendliche trafen sich in Herrenberg zum Jungbläserfestival 2026

Rund 400 Jungbläserinnen und Jungbläser aus dem ganzen Ländle kamen zum Jungbläserfestival in Herrenberg zusammen. Schon bei der hervorragend organisierten Ankunft war die große Vorfreude überall spürbar. Aus der Ferne erklangen bereits die ersten Töne des Landesjugendposaunenchores und stimmten auf einen besonderen Tag ein.

Zum gemeinsamen „Intro“ versammelten sich alle Teilnehmenden in der Aula der Theodor-Schütz-Realschule. Dort entstand sofort eine lebendige und mitreißende Atmosphäre: Es wurde gespielt, gehupt und gebrummt, je nach Leistungsstand – ein eindrucksvolles Klangbild, das die Begeisterung der jungen Musikerinnen und Musiker widerspiegelte.

Geistliche Impulse brachte Sofia ein, eine Theologiestudentin und selbst aktive Posaunenbläserin. In ihren Worten erzählte sie von der Kraft des Heiligen Geistes und vermittelte den Gedanken, dass diese Kraft auch in jedem Instrument wohnt und durch die Musik spürbar wird. Ihre Beiträge regten zum Nachdenken an und gaben dem Festival eine besondere Tiefe.

Musikalisch wurden die Teilnehmenden den ganzen Tag über sicher und engagiert von den Landesreferentinnen und Landesreferenten aus der Posaunenarbeit des EJW begleitet. Mit viel Erfahrung und Feingefühl leiteten sie Proben und gemeinsame Stücke an und sorgten dafür, dass aus den vielen einzelnen Stimmen ein harmonisches Ganzes entstand. Nach dem Intro wurde in Kleingruppen weitergearbeitet, eingeteilt nach Leistungsniveau. Geleitet wurden die Gruppen von engagierten Bläserinnen und Bläsern, die mit viel Freude und Spaß mit den Jungbläsern die Stücke übten.

In der wohlverdiente Mittagspause gab es neben einem leckeren Essen in der Schulmensa auch ein buntes Programm auf dem Schulhof mit vielen tollen Aktivitäten: Beim „laufenden A“, mit einem Jonglagekoffer oder bei der Herstellung von Schlauchtrompeten konnten sich die Kinder und Jugendlichen kreativ austoben. Ein besonderes Highlight war die große Hüpfburg, die für viel Bewegung und gute Laune sorgte. Auch innerhalb des Schulgebäudes gab es zahlreiche Angebote wie Basteln und Puzzeln. Besonders beeindruckend war hier eine sogenannte „Lufteisenbahn“, die allein durch den eigenen Atem angetrieben werden konnte – ein spielerischer und zugleich faszinierender Zugang zur Welt der Blasmusik.

Nach einer weiteren Übungsrunde in den Kleingruppen, trafen sich schließlich alle wieder im Plenum zum großen „Finale“. Gemeinsam wurde musiziert, wobei auch einige Zuhörer waren anwesend waren, um den Abschluss mitzuerleben. Dabei erklangen alle Stücke, die zuvor in den Gruppen erarbeitet worden waren. Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame „Nun danket alle Gott“. Wer genau hinhörte, konnte sogar die Glocken des Ulmer Münsters erahnen.

Mit dieser eindrucksvollen Abschlussveranstaltung ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Das Jungbläserfestival in Herrenberg war damit nicht nur ein musikalisches Ereignis, sondern auch ein Tag voller Gemeinschaft, Inspiration und gelebter Begeisterung für die Posaunenarbeit.

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Dr. Ibtissame Bucher wurde bei der Mitgliederversammlung des CVJM Landesverbandes in Württemberg e. V. am 21. März 2026 in Bonlanden aus dem CVJM Vorstandsteam und dem CVJM Landesausschuss verabschiedet.

Viele Jahre lang war Dr. Ibtissame Bucher im CVJM Landesausschuss tätig, seit 2022 auch im Vorstandsteam. Nun wurde sie bei der Mitgliederversammlung des CVJM Landesverbandes feierlich verabschiedet. In ihren Grußworten würdigten Markus Bayer (ehemaliges Mitglied im Vorstandsteam des CVJM Landesverbands) und Cornelius Kuttler (Leiter des EJW) den herausragenden Einsatz von Dr. Ibtissame Bucher über diese lange Zeit und dankten ihr ganz herzlich für ihr großes Engagement. Unter Gebet und Segen wurde sie durch Cornelius Kuttler von ihren Aufgaben entpflichtet. Bei einem anschließenden Empfang wurden noch viele Erinnerungen ausgetauscht und die Mitglieder konnten sich persönlich von Dr. Ibtissame Bucher verabschieden.

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Für die Studie „Lust auf Ehrenamt wecken“ – durchgeführt von der Jugendstiftung Baden-Württemberg – wurden Antworten von knapp 2.000 Jugendlichen zum Thema Ehrenamt erfasst

Die Motivation von Jugendlichen im ländlichen Raum, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist vor allem, anderen helfen zu wollen. Laut der Studie „Lust auf Ehrenamt wecken“ steht an erster Stelle der Wunsch, anderen zu helfen (56 Prozent), gefolgt von dem Wunsch, neue Erfahrungen zu machen (37 Prozent) und Zeit mit Freunden zu verbringen (26 Prozent). Hindernisse sind die hohe zeitliche Belastung durch Schule und Freizeit, aber auch Bedenken hinsichtlich des großen Altersunterschieds zu anderen Ehrenamtlichen.

Jugendliche finden den Weg ins Ehrenamt vor allem durch Familie und Freunde

Der entscheidende Faktor für den Einstieg in ein Ehrenamt ist das soziale Umfeld. Mehr als die Hälfte der Ehrenamtlichen findet den Weg zum Ehrenamt über die eigene Familie oder den Freundeskreis, wohingegen soziale Medien nur eine geringe Rolle spielen. Neben persönlichen Vorteilen, wie Zertifikaten für den Lebenslauf oder einem Kompetenznachweis, wünschen sich die Jugendlichen mehr eigene Entscheidungsräume, um ihre Ideen umzusetzen.

34 Prozent der Nicht-Engagierten können sich vorstellen, ein Ehrenamt zu übernehmen. 43 Prozent der Befragten haben darüber noch nicht nachgedacht oder keine Informationen über mögliche Ehrenämter. Hier gebe es ein großes Potenzial, so die Studie. Lediglich jede vierte Nicht-Engagierte Person lehnt ein Ehrenamt prinzipiell ab.

Die Studie wurde vom Kabinettsausschuss Ländlicher Raum in Auftrag gegeben und von der Jugendstiftung Baden-Württemberg durchgeführt. Die Untersuchung basiert auf einer Online-Befragung von 1.936 Jugendlichen im Alter zwischen 15 bis 19 Jahren aus allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien, Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Berufskollegs sowie auf ergänzenden Fokusinterviews und Best-Practice-Beispielen im Ländlichen Raum. Derzeit leben rund 3,8 Millionen Menschen im Ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Ein Viertel davon sind Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren.


An der Studie nahmen auch jugendliche Engagierte aus dem Kontext des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) teil. Das EJW koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Insgesamt engagieren sich im Bereich des EJW über 35.000 Personen zumeist ehrenamtlich für die evangelische Kinder- und Jugendarbeit. Das EJW arbeitet selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern.

Download
Studie „Lust auf Ehrenamt wecken“
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Martina Krattenmacher (Bund Der Landjugend Württemberg-Hohenzollern e. V.) folgt auf Alexander Strobel (Evangelisches Jugendwerk in Württemberg) als neue Vorstandssprecherin – Vollversammlung beschließt Grundsatzprogramm

Die Vollversammlung des Landesjugendrings (LJR) hat am 19. April Martina Krattenmacher zur neuen Vorstandssprecherin gewählt. In den nächsten drei Jahren werden eine jugendgerechte Infrastruktur für junge Baden-Württemberger*innen, die finanzielle Absicherung der Jugendverbandsarbeit, zukunftssichere Bildungspolitik und Stärkung von Jugendbeteiligung und Demokratiebildung im Vordergrund stehen, betont Krattenmacher: „Dazu hat die Vollversammlung den Leitantrag ‚Jung. Zusammen. Baden-Württemberg‘ beschlossen. Das ist unser Grundsatzprogramm für die nächsten drei Jahre.“

Carina Himmler (Deutscher Gewerkschaftsbund Jugend) und Silas Böttcher (Kreisjugendring Göppingen) wurden neu in den fünfköpfigen Vorstand des LJR gewählt. Benjamin Mutter (Naturschutzjugend – NAJU) und Dominik Nawratil (BDKJ) wurden im Amt bestätigt.

Der bisherige Vorstandssprecher Alexander Strobel (Evangelisches Jugendwerk in Württemberg) und Vorstandsmitglied Sabine Renelt (BUNDjugend) hatten nicht wieder kandidiert. Die Vollversammlung dankte ihnen für ihr Engagement im Vorstand und verabschiedete sie feierlich.

Vollversammlung beschließt Grundsatzprogramm

Die Vollversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Landesjugendrings. Sie bestimmt die landesweiten Leitlinien, Ziele und Aufgaben des LJR und entscheidet über grundlegende Fragen der Gesamtorganisation. Sie tagte am 18. und 19. April 2026 in Wernau.

Im dort beschlossenen neuen Grundsatzprogramm geht es um jugendpolitische Aktivitäten, die weit über eine bloße Auflistung einzelner Maßnahmen hinausgehen: „Sie stehen für einen klaren Wertekompass, der die demokratische Selbstorganisation junger Menschen stärkt, ihre Rechte sichtbar macht und Baden-Württemberg als jugendgerechtes, chancengerechtes und vielfältiges Gemeinwesen weiterentwickeln will“, erklärt Krattenmacher.

Das Grundsatzprogramm „Jung. Zusammen. Baden-Württemberg.“ findet sich auf der Homepage des Landesjugendrings.

Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 32 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.

Verantwortlich: Martina Krattenmacher (Vorstandssprecherin)

Bildquelle: Andrea Bottar, LJR

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Vom 1. Bis 3. Mai 2026 findet in Stuttgart das European Gospelfestival statt.

Gospelbegeisterte aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt werden sich vom 1. Bis 3. Mai 2026 in Stuttgart zum European Gospelfestival versammeln. Unter dem Motto „Colour the World“ kommen Sängerinnen und Sänger, Bands, Chöre und Singer/Songwriter in der Baden-Württembergisches Landeshauptstadt zusammen. Das Event findet bereits seit 2002 alle zwei Jahre in wechselnden Städten statt.  

Rund 4.500 Personen haben sich bereits zum 12. Gospelkirchentag in Stuttgart angemeldet. Eine beeindruckende Zahl, die die Relevanz des Events hervorhebt. Im Rahmen des Festivals finden auf den Bühnen der Musikmeile in der Innenstadt zahlreiche Darbietungen mit Gospel, Pop und Soul statt. Daneben gibt es für die Teilnehmenden auch Workshops und die Möglichkeit zur Netzwerkpflege. Höhepunkt des Gospelkirchentages sind die Mass Choir-Proben mit tausenden Sängerinnen und Sängern, die in der Porsche-Arena stattfinden. In der Stuttgarter Innenstadt und in verschiedenen Kirchen können zahlreiche Konzerte kostenfrei besucht werden. Hier laden die Gospel-All Stars & Friends und Gospel im Osten zum Mitsingen und Mitfeiern ein. Auch der LAKI-PopChor unter Leitung von Hans-Joachim Eißler, Landesreferent im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg, wirkt hier mit. Zum Abschluss des European Gospelfestival findet am Sonntagnachmittag ein öffentlicher Gottesdienst in der Porsche-Arena statt.

Das komplette Programm inklusive der Workshops ist unter www.gospel.de einsehbar.

Initiiert und organisiert wird der Gospelkirchentag von der Stiftung Creative Kirche, die das Festival gemeinsam mit der Evangelischen Landeskirche in Württemberg veranstaltet. Charity Partner ist Brot für die Welt. Auch das Evangelische Jugendwerk in Württemberg ist als Kooperationspartner an der Veranstaltung beteiligt.

Bild: Stiftung Creative Kirche

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Das Corporate Design des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg wurde aufgefrischt.

In den vergangenen Monaten hat die Öffentlichkeitsarbeit der Landesstelle an einer behutsamen Auffrischung des Corporate Designs gearbeitet. Das Erscheinungsbild bleibt vertraut, das Logo in verschiedensten Szenarien mit Bestehendem kompatibel und gewinnt dennoch an Klarheit, Prägnanz und Modernität.

Farben, Formen und die Typografie verdeutlichen die Werte und die Identität des Jugendwerks: Es bleibt beim „EJW-Rot“ als Sinnbild für Emotion, Kraft und Verbundenheit, ergänzt durch eine dynamische, angeschrägte Linie, die die Vorwärtsgewandtheit und die Dynamik in der Arbeit für junge Menschen unterstreicht. Auf der rechten Seite des Logos kommt das Auge auf dem Kugelkreuz zur Ruhe, das nach wie vor das Symbol der christlichen Jugendarbeit im Land ist: die Weltkugel, über die Gott als Vater wacht.

Das überarbeitete Design erlaubt es, vor allem für digitale Medien flexibler und einheitlicher zu arbeiten, weil die neue Gestaltung weniger kleinteilig und modularer funktioniert. Nach und nach werden jetzt Vorlagen, Veröffentlichungen und Produkte aus den verschiedenen Arbeitsbereichen des EJW auf den neuen Look umgestellt.

Für interessierte Orts- und Bezirksjugendwerke gibt es weiterhin die Möglichkeit, ihr Corporate Design an die neue Gestaltung anzulehnen.

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554 Gemeinden luden über Konfessionsgrenzen hinaus gemeinsam zu truestory Nights 2026 ein. Dabei waren rund 4.000 Ehrenamtliche im Einsatz

554 Gemeinden, Jugendallianzen und Teenkreise haben in den vergangenen sechs Wochen zu truestory Nights, dem Jugendprojekt des proChrist e.V. aus Kassel, eingeladen. Vom 16. Februar bis zum 29. März 2026 fanden an 222 Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz evangelistische Jugendwochen statt. In Gemeindehäusern und Jugendzentren, Turnhallen, Kellern, Vereinsheimen und sogar einem Burger King. Rund 31.000 Jugendliche nahmen die Angebote vor Ort wahr. Hinzu kommen über 21.000 Aufrufe der Livestreams auf YouTube.

Begeisterung für das Engagement

Zahlreiche ermutigende Rückmeldungen aus den Orten zeigen, dass Jesus gewirkt hat. In einem Ort stellten sich die Teens am letzten Abend in zwei Reihen an, um als Reaktion auf das Gehörte ein Band ans Kreuz zu knoten. Eine 14-jährige Besucherin beschrieb ihren Abend so: „Ich habe gerade zum ersten Mal gebetet. Also so richtig. Nicht nur so ‘Hallo Gott, bitte hilf mir jetzt’, sondern irgendwie anders.“ Und eine andere Besucherin sagte: „Ich weiß zwar noch nicht genau wie das Leben dann aussehen wird, aber ich möchte mein Leben mit Jesus leben!“

130 Evangelistinnen und Evangelisten waren im Einsatz. Die Abende wurden maßgeblich von den rund 4.000 ehrenamtlichen Mitarbeitenden vor Ort gestaltet. Ein Evangelist schrieb: „Mein Herz ist voll. Ich bin überwältigt vom Hunger der jungen Menschen. Ich kann noch nicht in Worte fassen und auch nicht ganz glauben, wie viele Leute beim Gebet zur Lebensübergabe aufgestanden sind.“

Der Livestream

Neben den zahlreichen Live-Events mit Evangelistinnen und Evangelisten strahlte proChrist vom 17. bis 21. März den fünfteiligen truestory Nights-Livestream auf YouTube aus. Kira Geiss und Tim Guttenberger kamen mit den Studiogäste über die großen Themen der Jugendlichen ins Gespräch. Über 4.000 Nachrichten wurden während der Sendewoche von Zuschauenden über die begleitende App ins Studio geschickt.

Gemeinden über Konfessionsgrenzen hinaus vereint

Ein besonderes Merkmal von truestory ist das überkonfessionelle Miteinander: An mehr als der Hälfte der Veranstaltungsorte haben mindestens zwei Gemeinden gemeinsam eingeladen – an einzelnen Orten sogar bis zu neun. In einigen Regionen haben sich überregional mehrere Orte zusammengeschlossen, um noch mehr Jugendliche als in den vergangenen Jahren erreichen zu können. 42 Kooperationspartner aus christlichen Werken und Verbänden unterstützten das Gesamtprojekt.

Meike Schiller, truestory-Projektleiterin resümiert: „Wir sind sehr dankbar für jeden, der sich im Rahmen von truestory engagiert hat. Ein besonderer Dank gilt den ca. 90 Mitarbeitenden, die von ihren Werken und Gemeinden freigestellt wurden, um über 3 Jahre hinweg truestory vorzubereiten und mitzudenken.“ Julia Garschagen ergänzt: „Es ist toll zu sehen: Aller Aufwand hat sich gelohnt. Jesus bewegt Jugendliche und verändert Leben.“

Alle Livestreams sind weiterhin verfügbar auf: https://youtube.com/@truestoryeu


truestory Night und Worttransport im EJW

Auch in Württemberg fanden insgesamt 10 truestory Nights an verschiedenen Orten in Kombination mit dem Projekt „Worttransport“ statt. Worttransport schult und begleitet angehende Evangelistinnen und Evangelisten im Bereich der Jugendevangelisation. Die Veranstaltungsorte waren Bezirksjugendwerke, CVJM und Kirchengemeinden, die es auf dem Herzen haben, junge Menschen mit der guten Nachricht von Jesus Christus zu erreichen.

Allein in der Woche vom 23. bis 28. Februar 2026 konnten auf diese Weise 2.500 Jugendliche erreicht werden. Besonders ermutigend war es zu sehen, wie Jugendliche Freunde aus der Schule zu truestory Nights einluden und wie viel Sehnsucht nach echtem Tiefgang bei den Jugendlichen zu spüren war. 

Ein Verantwortlicher aus einem der Veranstaltungsorte resümiert: „Ich glaube 1/4 waren aus nicht unserer Bubble. Das finde ich mega und glaub der meiste Zulauf war, dass viele ihre Freunde oder so eingeladen haben. Testify hat da auch geholfen[…].“  Und eine Teilnehmerin kommt zu dem Fazit: „Ich konnte für heute Abend richtig viel für mein persönliches Leben mitnehmen.“
Das sind die Gründe, aus denen das Evangelische Jugendwerk in Württemberg die truestory Nights in Kombination mit Worttransport veranstaltet. Um junge Menschen Jesus Christus vorzustellen.

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