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StartUp TeenieKirchemehrBeginn: 04.07.2026 09:00 Uhr | Ende: 04.07.2026 16:00 Uhr | Alter Stall, Altdorf , Kr Böblingen
Ein kurzes, intensives Trainingsprogramm, um das Grundkonzept und die Hintergrundideen einer TeenieKirche kennen zu lernen
Eine der großen Herausforderungen in der Jugendarbeit ist die „Beheimatung“ von Jugendlichen innerhalb der bestehenden Gemeindeformen. Ein klassisches Beispiel dafür sind die Jugendlichen, die nach der Konfirmation aus dem System Gemeinde verschwinden.
Die TeenieKirche bietet hier einen tollen Ansatz. Sie ist ein über Jahre erprobtes Gottesdienstformat, das Jugendlichen ab dem Teenager-Alter in ganz unterschiedlichen Gemeindeformen Heimat gibt. Hier bringen die jugendlichen Teilnehmenden selbst Themen ein und legen es über eine Highscore-Liste fest. Das Thema, das die meisten Stimmen bekommt, ist für den nächsten Termin gesetzt – ganz egal, wie schräg es zunächst wirkt. Themen wie bspw. Bluna, Nutella, Dunstabzugshaube, Brokkoli sind keine Seltenheit. Die Ansätze der Mitarbeitenden und vor allem die Entdeckungen der Teilnehmenden zu einem möglichst passenden Bibeltext stehen im Vordergrund.
Für die Teilnahme an der TeenieKirche ist kein Vorwissen notwendig. Die Teilnehmenden kommen ganz offen ins Gespräch und auch die Predigt entsteht in einem dynamischen Prozess.

Die TeenieKirche ist ein dialogisches Format mit postmodernen Beteiligungs-Elementen. Die Entdeckungen der Jugendlichen an einem Bibeltext stehen im Mittelpunkt. Dabei ist für die Teilnahme kein Vorwissen notwendig. Die Teens kommen einfach in ein offenes Gespräch und auch die Predigt entsteht durch einen dynamischen Prozess.
In einer TeenieKirche bestimmen Jugendliche selbst das Thema. Sie legen es über eine Highscore-Liste fest. Das Thema, das die meisten Stimmen bekommt, ist als nächstes Thema gesetzt – ganz egal, wie schräg es zunächst wirkt. Dabei ist es geradezu gewollt, dass hinter einem Thema auch der bloße Versuch stehen könnte, die Mitarbeitenden aufs „Glatteis“ zu führen. Denn so entsteht ein spielerischer Reiz für die Jugendlichen zu testen, ob es den Mitarbeitenden wirklich gelingen wird, zu diesem Thema eine passende Bibelgeschichte zu finden. Dadurch bekommt eine TeenieKirche von Beginn an eine wohltuende Leichtigkeit, die erfreulicherweise im weiteren Verlauf keinerlei thematische Tiefe verhindert.
Das Thema der TeenieKirche wird zunächst also auf jeden Fall ernst genommen und genau betrachtet, bevor man inhaltlich über zu einer Bibelgeschichte wandert. Alle Teilnehmenden haben eine Bibel in der Hand und lesen die Geschichte. Jeder und jede macht eigene Entdeckungen, teilt sie kurz und bündig in einer Kleingruppe und bringt in einem dynamischen Prozess die eigenen Fragen und Statements ein. Die Predigt entsteht im „Jetzt“ – in einem Dialog. Es gibt Einsprüche, Blitzableiter, Zwischenrufe – alles auf Augenhöhe – und den Effekt, dass die Jugendlichen entdecken, welche erstaunliche Alltagsrelevanz biblische Geschichten haben.
Manche mögen dieses Format bereits unter dem Stichwort „Dialog“ oder als „Dialog Prinzip“ kennen (siehe Buch Veröffentlichung).
Die guten Erfahrungen mit dem Format „TeenieKirche“ hat dazu beigetragen, dass sich bereits neue TeenieKirchen gegründet haben. In den kommenden Jahren sollen bis zu 40 TeenieKirchen entstehen. So entsteht ein Netzwerk, das voneinander profitieren und sich untereinander austauschen und unterstützen kann.
Ihr möchtet auch eine TeenieKirche gründen?
Bei der Gründung einer TeenieKirche unterstützt das EJW gerne. Zum Beispiel so: Die Deutsche und die Württembergische Bibelgesellschaft haben für das Format einen Sonderdruck der BasisBibel erstellt – gelabelt für TeenieKirchen. Auch durch die Unterstützung von Stiftungen sowie privaten Spendern gibt es die Möglichkeit – nach Verfügbarkeit – für die Gründung einer neuen TeenieKirche 25 Bibeln zu erhalten.
Ein kurzes, intensives Trainingsprogramm, um das Grundkonzept und die Hintergrundideen einer TeenieKirche kennen zu lernen

Eine ausführliche Beschreibung, praktische Erfahrungs-Tipps, theologische und entwicklungspsychologische Hintergründe, Beispielthemen, die Geschichte der ersten TeenieKirche, für besondere Anlässe entwickelte TeenieKirchen-Varianten usw. finden sich in dem kleinen Praxis-Buch „Dialog Prinzip“
Wir freuen uns, wenn Sie das Projekt TeenieKirche unterstützen.
Spendenkonto EJW-Förderverein:
Zahlungsempfänger: EJW-Förderverein e. V.
IBAN: DE86 5206 0410 0000 4055 66
Evangelische Bank
Projektnummer: 719 Start-up Jugendarbeit
(Bitte im Verwendungszweck eine Adresse oder Freundesnummer angeben für die Ausstellung einer Zuwendungsbescheinigung)
Gerne kann auch die Möglichkeit der Online-Spende genutzt werden:
Vom 06. – 11. Juli 2026 findet die turnusmäßige Wahl des Fachausschuss EJW-Weltdienst statt – die Wahl erfolgt online
Alle drei Jahre wird der Fachausschuss des EJW-Weltdienstes neu gewählt. Alle wichtigen Informationen zur Online-Wahl findest du hier.
Was wird gewählt?
Der Fachausschuss ist das ehrenamtliche Leitungsgremium der EJW-Weltdienstarbeit. Im Fachausschuss wird überlegt, geplant und gearbeitet, wie internationale Beziehungen lebendig gestaltet werden und weltweite Themen in der Kinder-, Jugend- und Gemeindearbeit praktisch umgesetzt werden können. Alle Aufgaben des Fachausschusses finden sich in der Ordnung des EJW-Weltdienstes.
Wer wählt?
Wahlberechtigt sind Menschen, die dem EJW-Weltdienst verbunden sind und im EJW-Weltdienst mitarbeiten oder mitgearbeitet haben. Alle Wählerinnen und Wähler erhalten am 24. Juni 2026 eine Mail mit Infos zur Wahl. Solltest du keine Mail bekommen, aber gerne wählen wollen, melde dich bitte per Mail bei Imke Becker.
Wann wird gewählt
Am 6. Juli erhalten alle Wählerinnen und Wähler eine E-Mail mit den „Wahlunterlagen“. Gewählt werden kann von Montag, 6. Juli , bis Samstag, 11. Juli 2026, 18:00 Uhr.
Die Ergebnisse werden am Mittwoch, 15. Juli 2026 auf der Website des EJW-Weltdienstes bekannt gegeben.
Wer wird gewählt?
Erfreulicherweise gibt es viele Kandidatinnen und Kandidaten, die die Arbeit im EJW-Weltdienst mitgestalten wollen. Die Vorstellungen erscheinen am 3. Juli 2026 auf der Website des EJW-Weltdienstes. Vorschläge von Kandidatinnen und Kandidaten nimmt der Nominierungsausschuss bis zum 6. Juni 2026 per Mail an Valerian Grupp entgegen.
Nach der Wahl
Die Ergebnisse der Wahl werden am 15. Juli 2026 auf der Website veröffentlicht.
Ablauf
Das Evangelische Jugendwerk in Württemberg (EJW) startet mit dem ersten EJW-Baumhauscamp in den Pfingstferien 2026 die aktive Phase des neues Projekts „EJW-Baumhaus“ – herzliche Einladung zur Auftaktveranstaltung am 14. Juni 2026
Am 1. Oktober 2025 startete die komplett durch Spenden finanzierte Stelle von Elias Aufrecht. Seine Beauftragung: das neue Projekt „EJW-Baumhaus“ sowie die dazugehörigen „EJW-Baumhauscamps“. Dabei handelt es sich um eine neue Arbeitsform mit klaren, christlichen Inhalten und erlebnisorientierter Ausrichtung, die eine praxisnahe Unterstützung für Kurzfreizeiten von CVJM, Orten und Bezirken darstellt.
Es hört sich an wie ein Traum: ein Camp in den Bäumen – mitten im Wald – in einer Höhe von vier, acht oder sogar zehn Metern. Stabile Holzplattformen sind durch Übergänge und Treppen miteinander verbunden und mit Zeltplanen überdacht. Hoch oben in den Bäumen kann man essen, schlafen und sogar Feuer machen – ein Baumhaus, in dem ein echtes Camp stattfinden kann.
Inmitten aller Kürzungs- und Transformations-Prozesse bricht das EJW in die Zukunft auf. Unter dem Motto „Verwurzelt im Himmel“ wurde dafür in den letzten Monaten eine neue Arbeitsform begonnen – mit christlichen Inhalten, erlebnisorientiert ausgerichtet und als praxisnahe Unterstützung für außergewöhnliche Wochenenden und Kurzfreizeiten von CVJM, Orten und Bezirken.
Ein Baumhaus wird in der Regel über ein zehntägiges Aufbaucamp im Frühjahr begonnen. Junge Erwachsene bauen mit angeleiteten Jugendlichen im ersten Jahr die ersten Plattformen in die Bäume. Überdacht mit einer Zeltplane kann hier die ganze warme Jahreszeit über auf abenteuerliche Weise gelebt und übernachtet werden, bis das Baumhaus im Herbst in den Winterschlaf geht. Im zweiten und dritten Jahr werden weitere Plattformen in höheren Lagen dazu gebaut. Im Herbst des dritten Jahres wird schließlich die gesamte Konstruktion auf den Ausgangspunkt zurückgeführt. Danach zieht das Baumhaus an einen anderen Standort im Wald und startet im darauffolgenden Jahr neu. Am bisherigen Standort erholt sich die Natur derweil wieder komplett.
Bundesweit gibt es bereits ein Netzwerk von bislang 21 Baumhauscamps, von deren Erfahrung das EJW bei den EJW-Baumhauscamps zurückgreifen kann. Alle Techniken, Verknotungen, Bau- und Sicherheitssysteme sind erprobt, zertifiziert und dokumentiert. Das Ganze Baumhaus entsteht ohne Nägel, sodass keine Schäden an den Bäumen entstehen. Die gesamte Konstruktion hält durch eine ausgeklügelte Knotentechnik, die vollständig rückgeführt werden kann.
Das erste EJW-Baumhaus entsteht aktuell in Gaildorf. Im Wald der Graf von Pückler und Limpurg‘schen Wohltätigkeitsstiftung wird vom 30. Mai – 6. Juni 2026 das erstes Baumhauscamp durchgeführt. Dafür wurden im vergangenen Jahr Mitarbeitende aus ganz Württemberg geschult. Die Grundlagen für das erste Baumhaus wurden in einem Aufbaucamp in den Osterferien 2026 gelegt, das über die Jungen-Arbeit im EJW-Dancefloor initiiert wurde. Dabei wurden bspw. notwendige Toilettenanlagen gebaut.
EJW-Baumhäuser sind ein innovativer Impuls für die Arbeitsfelder Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Aber auch eine zusätzliche Möglichkeit für Familien, Konfi-Arbeit, die Arbeit mit geflüchteten Jugendlichen. Zudem wurde von Anfang an auch die Arbeit mit körperlich und geistig behinderten oder erkrankten jungen Menschen mitgedacht und der Kontakt zu verschiedenen Organisationen aufgenommen.
Auf lange Sicht strebt das EJW zwei Baumhaus-Standorte in Württemberg an. Der Traum der Verantwortlichen ist es, bis zu 800 Kindern und Jugendlichen pro Jahr außergewöhnliche Tage in EJW-Baumhäusern zu ermöglichen. Das Ziel ist, dass junge Menschen in Württemberg – besonders auch ohne Vorerfahrung in Kirche oder christlicher Jugendarbeit – echte Abenteuer erleben und über die Erfahrungen eine „Heimat“ in der EJW-Baumhaus-Bewegung finden.
Die fachtechnische Leitung der EJW-Baumhäuser und ihrer Camps hat Elias Aufrecht übernommen. Er verfügt über eine große Baumhauscamp Erfahrung und hat am 1. Oktober 2025 auf einer komplett spendenfinanzierten Stelle im EJW begonnen. Die Arbeit wird bewusst ohne Kirchensteuermittel, allein über den EJW-Förderverein, Stiftungen und Spenden finanziert.
Zur Auftaktveranstaltung mit Gottesdienst und der Möglichkeit der Besichtigung des EJW-Baumhauses lädt das EJW am Sonntag, 14. Juni 2026, um 13.30 Uhr alle Interessierten herzlich ein.
Weitere Informationen: www.ejw-baumhaus.de
Kick-Off Gottesdienst EJW-Baumhaus
Am 16. Mai 2026 jährt sich der erste Landesposaunentag zum 125. Mal – der erste „LAPO“ fand am 16. Mai 1901 statt.
Wir schreiben das Jahr 1901, die württembergische Posaunenchortradition ist gerade mal 20 Jahre alt – 1881 wurde der Posaunenchor Reutlingen gegründet – da trafen sich am 16. Mai 177 der 300 Bläser aus den 35 Chören in Esslingen zum ersten Landesposaunentag. Damals hieß es Bundesposaunenfest des Süddeutschen Evangelischen Jünglingsbundes.
In der Folge fanden die Landesposaunentage in unterschiedlichen Abständen und an verschiedenen Orten statt, u.a. auch 1906 in Ulm. Mit der zunehmenden Bläserzahl wuchs auch die Beteiligung an den Landesposaunentagen. Und so kamen zum letzten Posaunentag unter ehrenamtlicher Leitung von Jakob Luz über 500 Bläser nach Herrenberg.
1929 wurde dann mit Hermann Mühleisen der erste hauptamtliche Mitarbeiter in der Posaunenarbeit in Württemberg angestellt. Er begründete mit dem Posaunentag 1933 in Reutlingen die bis heute andauernde Tradition des zweijährigen Rhythmus der Landesposaunentage – nur unterbrochen durch die Zeit des 2. Weltkriegs. Auch die Zahl der teilnehmenden Bläser wurde mit knapp 2.000 erstmals vierstellig, was ebenfalls bis heute anhält.
Seit 1946 sind die Landesposaunentage traditionell in Ulm
Mitten im Krieg hatte der damalige Landesposaunenwart Hermann Mühleisen eine Vision: „Nach dem Krieg treffen wir uns im Ulmer Münster zum 12. Landesposaunentag!“ Daraus sprach viel Gottvertrauen, denn die Posaunenarbeit hatte in der Nazizeit gelitten und war erst wieder im Aufbau.
Aber es geschah so: Das Münster war nach dem Krieg relativ unbeschädigt und konnte genutzt werden. Auf dem Münsterplatz, inmitten von Trümmern, fand die eindrucksvolle „Schlusskundgebung“ mit rund 2.000 Bläsern statt – diesen Tag haben die alten Bläser bis heute nicht vergessen. Nach dem Erleben 1946 war klar, künftig sollen alle württembergischen Landesposaunentage in Ulm stattfinden.
Als nach einiger Zeit selbst das Ulmer Münster zu klein wurde, nutzte man parallel auch andere Ulmer Kirchen und Hallen. Bei der „Schlussfeier“ treffen sich alle auf dem Münsterplatz, vor dem (immer noch) höchsten Kirchturm der Welt. Die Zahl der Teilnehmenden stieg ständig und hatte 1998 mit 9.200 Bläserinnen und Bläsern eine Höchstmarke erreicht. Derzeit treffen sich etwa 6.500 Musizierende sowie viele Fans und spielen im größten regelmäßig auftretenden Posaunenchor der Welt, genießen den besonderen und eindrucksvollen Klang und das Flair auf dem Münsterplatz.
Der 51. Landesposaunentag in Ulm findet am 26. und 27. Juni 2027 statt.
Weitere Infos: www.landesposaunentag.de
Ganztag
Der Anspruch auf Ganztagsbetreuung wird die christliche Kinder- und Jugendarbeit verändern. Das EJW bietet regelmäßige online-Netzwerktreffen an, die zum Thema informieren und Austausch ermöglichen.
Weitere Informationen:
Ganztag
Krisenmanagement
Das Projekt „Krisenmanagement in Jugendverbänden“ zielt darauf ab, ein umfassendes, praxisorientiertes Konzept für ein Krisenmanagement bei Veranstaltungen in der Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren.
Weitere Informationen:
Krisenmanagement
Prävention sexualisierter Gewalt
Evangelische Jugendarbeit soll ein sicherer Ort für junge Menschen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. Das EJW bietet zu diesem Thema Hilfestellungen, Praxishilfen und Kontakte für Veranstaltungen und Schulungen.
Weitere Informationen:
Prävention sexualisierter Gewalt
Gemeinsam mit jungen Menschen an der Basis Verantwortung übernehmen
Unter dem Leitmotiv „begegnen, begleiten und befähigen“ fand am 09. Mai 2026 die Delegiertenversammlung des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) statt. 131 Delegierte aus ganz Württemberg kamen im Tagungszentrum Bernhäuser Forst zusammen, um gemeinsam über aktuelle Herausforderungen und die strategische Ausrichtung der evangelischen Kinder- und Jugendarbeit zu beraten und zu entscheiden.
Den Auftakt bildete ein Gottesdienst, bei dem die neuen Mitarbeitenden Elias Aufrecht, Jonathan Kümmerle, Daria Marmaridis, Katharina Trostel und Johannes Wörner in ihren Dienst eingeführt wurden. Zugleich fand die Begrüßung der neuen Vorsitzenden der Bezirksarbeitskreise statt und den ausscheidenden Vorsitzenden wurde für ihr Engagement gedankt.
Oberkirchenrätin Carmen Rivuzumvami würdigte in ihrem Grußwort an die Versammlung das Engagement der haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden und betonte die Bedeutung einer lebendigen Jugendverbandsarbeit in Kirche und Gesellschaft: „Unser Miteinander ist kostbar und das gelingt nur, wenn wir uns gemeinsam in der Gesellschaft einbringen.“ Es sei entscheidend, Lebensfragen von jungen Menschen ernst zu nehmen und sie dabei zu begleiten und zu beraten.
Julia Hinderer, die Vorsitzende des EJW, betonte, dass Transformation selten ein bequemer Prozess und nicht nur Aufbruch, sondern immer auch mit Abschied verbunden sei. Sie hob hervor, wie die große Vielfalt an Formaten, Projekten und Beziehungen, die über viele Jahre in der Kinder- und Jugendarbeit gewachsen sind, tragen. Diese verlässliche und wirksame Arbeit bilde das Fundament, auf das alles Neue aufbauen kann. Beides gehöre zusammen, sowohl das wertschätzende Bewahren, als auch das mutige Verändern: „Wenn wir es schaffen, diese Spannung auszuhalten und gemeinsam zu gestalten, dann kann Transformation gelingen – nicht als Bruch, sondern als Weiterentwicklung“. Denn es sei wichtig sich immer wieder zu vergegenwärtigen, dass „Zukunft gestaltbar ist, weil wir glauben, dass Gott Wege eröffnet. Weil wir glauben, dass unser Handeln heute Bedeutung hat für das, was morgen möglich wird.“
Die Landesleitung des EJW berichtete über die Entwicklungen des vergangenen Jahres und stellte die Projekte und Planungen für die kommenden Monate vor. Der Jahresbericht sowie der Jahresabschluss zeigten, wie breit die Arbeit aufgestellt ist und an wie vielen Stellen Begegnung ermöglicht wird. Nach einer Aussprache entlasteten die Delegierten den Vorstand. Auch der Haushaltsplan der Landesstelle wurde vorgestellt und diskutiert. In diesem Zusammenhang wurde vor Augen gestellt, dass finanzielle Entscheidungen immer auch darauf ausgerichtet sind, Menschen zu befähigen und Räume für gelingende Arbeit zu schaffen. Zudem wurde die “Richtlinie der Evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung sexualisierter Gewalt“ thematisiert und in ihren Auswirkungen auf die Arbeit vor Ort eingeordnet.
Cornelius Kuttler, Leiter des EJW, betonte, dass er das EJW trotz Einsparungen und Veränderungen „nicht am Ende, sondern als quicklebendig“ empfinde. Er führte aus: „Wir sind Ermutigungsgemeinschaft, wenn wir einander dienen und alles darauf ausrichten, jungen Menschen in ihren Lebenswelten zu begegnen, Beziehung zu leben und sie zum Glauben an Jesus einzuladen und darin zu stärken.“
Der Bericht von Landesjugendpfarrer Matthias Rumm griff aktuelle Entwicklungen auf und stellte die Arbeit in einen größeren kirchlichen Zusammenhang. Besondere Herausforderungen sind zum Beispiel Themen wie Jugendbeteiligung in der Kirche, Demokratiebildung, Wehrdienst, Kriegsdienstverweigerung und Friedensarbeit. Diese Themen erfordern ein hohes Maß an Begleitung und Orientierung.
Ein zentraler Bestandteil der Versammlung war der inhaltliche Austausch: In einem World Café, vorbereitet und durchgeführt von Sandra Wien, setzten sich die Teilnehmenden intensiv mit dem grundlegenden Auftrag und dem Zielsetzungsprozess (BHAGs – Big Hairy Audacious Goals) der Landesstelle auseinander. Dies sind herausfordernde Ziele, die sich das EJW im Zuge seines Transformationsprozesses gesetzt hat. Die BHAGs wurden dabei als wichtige Leitlinie für das strategische Handeln diskutiert. In den Gesprächen spiegelte sich das Leitmotiv der Delegiertenversammlung wider: Wie können wir Begegnung fördern, Menschen verlässlich begleiten und sie zugleich dazu befähigen, Verantwortung zu übernehmen?
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der gesellschaftspolitischen Verantwortung des Verbandes. In einem von Anna Mader moderierten Tagesordnungspunkt wurde die Haltung des EJW zu politischem Populismus und Extremismus deutlich benannt und die Beschlussempfehlung einstimmig unterstützt. Das EJW bekennt sich dazu, dass auf der Grundlage des christlichen Glaubens jedem Menschen eine unverlierbare Würde zukommt. Jegliche Form von Populismus und Extremismus lehnt das EJW ab. Das klare Statement unterstreicht den Anspruch, junge Menschen zu befähigen, sich für demokratische Werte, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander einzusetzen. In einer Gesprächsphase setzten sich die Delegierten mit dieser Thematik auseinander und konnten weitere Impulse einbringen.
Die Delegiertenversammlung zeigte insgesamt eindrücklich, wie das Zusammenspiel von Begegnung, Begleitung und Befähigung die evangelische Jugendarbeit in Württemberg auszeichnet. Die Veranstaltung war geprägt von einem konstruktiven Austausch, klaren Entscheidungen und dem gemeinsamen Willen, die Arbeit in Kirche und Gesellschaft aktiv mitzugestalten.
Mehrere Hundert Kinder und Jugendliche trafen sich in Herrenberg zum Jungbläserfestival 2026
Rund 400 Jungbläserinnen und Jungbläser aus dem ganzen Ländle kamen zum Jungbläserfestival in Herrenberg zusammen. Schon bei der hervorragend organisierten Ankunft war die große Vorfreude überall spürbar. Aus der Ferne erklangen bereits die ersten Töne des Landesjugendposaunenchores und stimmten auf einen besonderen Tag ein.
Zum gemeinsamen „Intro“ versammelten sich alle Teilnehmenden in der Aula der Theodor-Schütz-Realschule. Dort entstand sofort eine lebendige und mitreißende Atmosphäre: Es wurde gespielt, gehupt und gebrummt, je nach Leistungsstand – ein eindrucksvolles Klangbild, das die Begeisterung der jungen Musikerinnen und Musiker widerspiegelte.
Geistliche Impulse brachte Sofia ein, eine Theologiestudentin und selbst aktive Posaunenbläserin. In ihren Worten erzählte sie von der Kraft des Heiligen Geistes und vermittelte den Gedanken, dass diese Kraft auch in jedem Instrument wohnt und durch die Musik spürbar wird. Ihre Beiträge regten zum Nachdenken an und gaben dem Festival eine besondere Tiefe.
Musikalisch wurden die Teilnehmenden den ganzen Tag über sicher und engagiert von den Landesreferentinnen und Landesreferenten aus der Posaunenarbeit des EJW begleitet. Mit viel Erfahrung und Feingefühl leiteten sie Proben und gemeinsame Stücke an und sorgten dafür, dass aus den vielen einzelnen Stimmen ein harmonisches Ganzes entstand. Nach dem Intro wurde in Kleingruppen weitergearbeitet, eingeteilt nach Leistungsniveau. Geleitet wurden die Gruppen von engagierten Bläserinnen und Bläsern, die mit viel Freude und Spaß mit den Jungbläsern die Stücke übten.
In der wohlverdiente Mittagspause gab es neben einem leckeren Essen in der Schulmensa auch ein buntes Programm auf dem Schulhof mit vielen tollen Aktivitäten: Beim „laufenden A“, mit einem Jonglagekoffer oder bei der Herstellung von Schlauchtrompeten konnten sich die Kinder und Jugendlichen kreativ austoben. Ein besonderes Highlight war die große Hüpfburg, die für viel Bewegung und gute Laune sorgte. Auch innerhalb des Schulgebäudes gab es zahlreiche Angebote wie Basteln und Puzzeln. Besonders beeindruckend war hier eine sogenannte „Lufteisenbahn“, die allein durch den eigenen Atem angetrieben werden konnte – ein spielerischer und zugleich faszinierender Zugang zur Welt der Blasmusik.
Nach einer weiteren Übungsrunde in den Kleingruppen, trafen sich schließlich alle wieder im Plenum zum großen „Finale“. Gemeinsam wurde musiziert, wobei auch einige Zuhörer waren anwesend waren, um den Abschluss mitzuerleben. Dabei erklangen alle Stücke, die zuvor in den Gruppen erarbeitet worden waren. Ein besonderer Höhepunkt war das gemeinsame „Nun danket alle Gott“. Wer genau hinhörte, konnte sogar die Glocken des Ulmer Münsters erahnen.
Mit dieser eindrucksvollen Abschlussveranstaltung ging ein erlebnisreicher Tag zu Ende. Das Jungbläserfestival in Herrenberg war damit nicht nur ein musikalisches Ereignis, sondern auch ein Tag voller Gemeinschaft, Inspiration und gelebter Begeisterung für die Posaunenarbeit.
Dr. Ibtissame Bucher wurde bei der Mitgliederversammlung des CVJM Landesverbandes in Württemberg e. V. am 21. März 2026 in Bonlanden aus dem CVJM Vorstandsteam und dem CVJM Landesausschuss verabschiedet.
Viele Jahre lang war Dr. Ibtissame Bucher im CVJM Landesausschuss tätig, seit 2022 auch im Vorstandsteam. Nun wurde sie bei der Mitgliederversammlung des CVJM Landesverbandes feierlich verabschiedet. In ihren Grußworten würdigten Markus Bayer (ehemaliges Mitglied im Vorstandsteam des CVJM Landesverbands) und Cornelius Kuttler (Leiter des EJW) den herausragenden Einsatz von Dr. Ibtissame Bucher über diese lange Zeit und dankten ihr ganz herzlich für ihr großes Engagement. Unter Gebet und Segen wurde sie durch Cornelius Kuttler von ihren Aufgaben entpflichtet. Bei einem anschließenden Empfang wurden noch viele Erinnerungen ausgetauscht und die Mitglieder konnten sich persönlich von Dr. Ibtissame Bucher verabschieden.
Für die Studie „Lust auf Ehrenamt wecken“ – durchgeführt von der Jugendstiftung Baden-Württemberg – wurden Antworten von knapp 2.000 Jugendlichen zum Thema Ehrenamt erfasst
Die Motivation von Jugendlichen im ländlichen Raum, sich ehrenamtlich zu engagieren, ist vor allem, anderen helfen zu wollen. Laut der Studie „Lust auf Ehrenamt wecken“ steht an erster Stelle der Wunsch, anderen zu helfen (56 Prozent), gefolgt von dem Wunsch, neue Erfahrungen zu machen (37 Prozent) und Zeit mit Freunden zu verbringen (26 Prozent). Hindernisse sind die hohe zeitliche Belastung durch Schule und Freizeit, aber auch Bedenken hinsichtlich des großen Altersunterschieds zu anderen Ehrenamtlichen.
Jugendliche finden den Weg ins Ehrenamt vor allem durch Familie und Freunde
Der entscheidende Faktor für den Einstieg in ein Ehrenamt ist das soziale Umfeld. Mehr als die Hälfte der Ehrenamtlichen findet den Weg zum Ehrenamt über die eigene Familie oder den Freundeskreis, wohingegen soziale Medien nur eine geringe Rolle spielen. Neben persönlichen Vorteilen, wie Zertifikaten für den Lebenslauf oder einem Kompetenznachweis, wünschen sich die Jugendlichen mehr eigene Entscheidungsräume, um ihre Ideen umzusetzen.
34 Prozent der Nicht-Engagierten können sich vorstellen, ein Ehrenamt zu übernehmen. 43 Prozent der Befragten haben darüber noch nicht nachgedacht oder keine Informationen über mögliche Ehrenämter. Hier gebe es ein großes Potenzial, so die Studie. Lediglich jede vierte Nicht-Engagierte Person lehnt ein Ehrenamt prinzipiell ab.
Die Studie wurde vom Kabinettsausschuss Ländlicher Raum in Auftrag gegeben und von der Jugendstiftung Baden-Württemberg durchgeführt. Die Untersuchung basiert auf einer Online-Befragung von 1.936 Jugendlichen im Alter zwischen 15 bis 19 Jahren aus allgemeinbildenden und beruflichen Gymnasien, Gemeinschaftsschulen, Realschulen und Berufskollegs sowie auf ergänzenden Fokusinterviews und Best-Practice-Beispielen im Ländlichen Raum. Derzeit leben rund 3,8 Millionen Menschen im Ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Ein Viertel davon sind Jugendliche zwischen 15 und 25 Jahren.
An der Studie nahmen auch jugendliche Engagierte aus dem Kontext des Evangelischen Jugendwerks in Württemberg (EJW) teil. Das EJW koordiniert, fördert und gestaltet die evangelische Jugendarbeit in Württemberg. Insgesamt engagieren sich im Bereich des EJW über 35.000 Personen zumeist ehrenamtlich für die evangelische Kinder- und Jugendarbeit. Das EJW arbeitet selbstständig im Auftrag der Evangelischen Landeskirche in Württemberg und mit einem großen Netzwerk an Partnern.
Martina Krattenmacher (Bund Der Landjugend Württemberg-Hohenzollern e. V.) folgt auf Alexander Strobel (Evangelisches Jugendwerk in Württemberg) als neue Vorstandssprecherin – Vollversammlung beschließt Grundsatzprogramm
Die Vollversammlung des Landesjugendrings (LJR) hat am 19. April Martina Krattenmacher zur neuen Vorstandssprecherin gewählt. In den nächsten drei Jahren werden eine jugendgerechte Infrastruktur für junge Baden-Württemberger*innen, die finanzielle Absicherung der Jugendverbandsarbeit, zukunftssichere Bildungspolitik und Stärkung von Jugendbeteiligung und Demokratiebildung im Vordergrund stehen, betont Krattenmacher: „Dazu hat die Vollversammlung den Leitantrag ‚Jung. Zusammen. Baden-Württemberg‘ beschlossen. Das ist unser Grundsatzprogramm für die nächsten drei Jahre.“
Carina Himmler (Deutscher Gewerkschaftsbund Jugend) und Silas Böttcher (Kreisjugendring Göppingen) wurden neu in den fünfköpfigen Vorstand des LJR gewählt. Benjamin Mutter (Naturschutzjugend – NAJU) und Dominik Nawratil (BDKJ) wurden im Amt bestätigt.
Der bisherige Vorstandssprecher Alexander Strobel (Evangelisches Jugendwerk in Württemberg) und Vorstandsmitglied Sabine Renelt (BUNDjugend) hatten nicht wieder kandidiert. Die Vollversammlung dankte ihnen für ihr Engagement im Vorstand und verabschiedete sie feierlich.

Vollversammlung beschließt Grundsatzprogramm
Die Vollversammlung ist das höchste beschlussfassende Gremium des Landesjugendrings. Sie bestimmt die landesweiten Leitlinien, Ziele und Aufgaben des LJR und entscheidet über grundlegende Fragen der Gesamtorganisation. Sie tagte am 18. und 19. April 2026 in Wernau.
Im dort beschlossenen neuen Grundsatzprogramm geht es um jugendpolitische Aktivitäten, die weit über eine bloße Auflistung einzelner Maßnahmen hinausgehen: „Sie stehen für einen klaren Wertekompass, der die demokratische Selbstorganisation junger Menschen stärkt, ihre Rechte sichtbar macht und Baden-Württemberg als jugendgerechtes, chancengerechtes und vielfältiges Gemeinwesen weiterentwickeln will“, erklärt Krattenmacher.
Das Grundsatzprogramm „Jung. Zusammen. Baden-Württemberg.“ findet sich auf der Homepage des Landesjugendrings.
Der Landesjugendring ist die Arbeitsgemeinschaft von 32 Jugendverbänden auf Landesebene und von den Orts-, Stadt- und Kreisjugendringen. Er vertritt darüber hinaus die Interessen von Kindern und Jugendlichen in Baden-Württemberg.
Verantwortlich: Martina Krattenmacher (Vorstandssprecherin)
Bildquelle: Andrea Bottar, LJR