Nach über zwei Jahren – Zu Besuch beim East Jerusalem YMCA

27.11.2025 | Yasin Adigüzel, Länderreferent EJW-Weltdienst

Im November 2025 waren Yasin Adigüzel (EJW) und Gerhard Wiebe (CVJM Deutschland) zu einem einwöchigen Partnerschaftsbesuch beim East Jerusalem YMCA. Auf dem dicht gedrängten Programm standen Termine in Beit Sahour, Bethlehem, Jericho, Ramallah und Jerusalem.

Die zurückliegenden zwei Jahre waren auch für die YMCAer in Palästina alles andere als leicht. Die Restriktionen, die durch Checkpoints stark eingeschränkte Bewegungsfreiheit, die intensivierte Siedlergewalt und die allgemeine wirtschaftliche Not haben die Arbeit des YMCAs einerseits erschwert. Andererseits ist gerade dadurch das Anliegen des YMCAs noch wichtiger geworden: Keeping Hope Alive – Die Hoffnung am Leben halten.

Ob mit seinem Rehabilitationsprogramm, mit seinem Berufsbildungszentrum oder mit seinen drei Jugendzentren – der YMCA will helfen die Not zu lindern, wo sie am größten ist. In einem unendlichen Kreislauf, in dem Hass immer wieder neuen Hass erzeugt, will er einen Unterschied machen und sich weigern zu hassen.

Sobald der Zugang nach Gaza möglich sein wird, will der YMCA mit seinem Rehabilitationsteam auch dort die Versorgung kriegsversehrter und traumatisierter Kinder und Jugendlicher unterstützen.

Das EJW steht als zuverlässiger Partner an seiner Seite. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass internationale Austauschprogramme aufgrund der Gefährdungslage im Westjordanland aktuell nicht möglich sind.

Discover Palestine – Begegnungsformat für junge Menschen
Junge Menschen, die sich für die Partnerschaft und die Arbeit des East Jerusalem YMCAs interessieren, sind herzlich zu „Discover Palestine“, unserem kostenlosen, digitalen Begegnungsformat, eingeladen.
Infos und Anmeldung: www.ejw-erleben.de/291982

Wir sind dankbar, wenn Ihr die wichtige Arbeit des East Jerusalem YMCA unterstützt.

Spendenkonto EJW:
Zahlungsempfänger: Ev. Jugendwerk in Württemberg
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85
Evangelische Bank
Verwendungszweck: AUT100 – East Jerusalem YMCA

Bitte im Verwendungszweck eine Adresse oder Freundesnummer für die Ausstellung einer Zuwendungsbescheinigung angeben.

Gerne könnt Ihr uns auch mit einer Online-Spende unterstützen.

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Digitales Begegnungsformat mit jungen Menschen aus Palästina

Seit über vier Jahrzehnten verbindet den EJW-Weltdienst eine Länderpartnerschaft mit dem East Jerusalem YMCA. Da persönliche Begegnungsreisen zurzeit nicht möglich sind, laden wir aufgeschlossene junge Erwachsene ab 18 Jahren aus Palästina und Württemberg zu einem digitalen Begegnungsformat ein.

Aus jedem Land können bis zu zehn Personen teilnehmen. Von Januar bis Juni 2026 treffen wir uns an acht Terminen (jeweils ca. 60–90 Minuten) über das Videokonferenzsystem Zoom. Die Treffen sind abwechslungsreich gestaltet: mal als gesamte Gruppe, mal in palästinensisch-deutschen Tandems, mal mit einem Gast und seinen persönlichen Einblicken in die Arbeit und Projekte des YMCA in Palästina.

Die genauen Termine legen wir gemeinsam fest. Wir lernen uns gegenseitig kennen, entdecken die Arbeit des YMCA und tauschen uns zu Themen wie Heimat, Alltag, Beruf, Glaube und anderen mehr aus. Die Treffen werden organisiert und vorbereitet von palästinensisch-deutschen Teams.

Die Teilnahme ist kostenlos, unsere gemeinsame Sprache ist einfaches Englisch. Interkulturelle Vorerfahrungen sind nicht erforderlich.

Anmeldungen sind noch möglich bis zum 31. Dezember 2025.

Weitere Infos und Anmeldung:
Discover Palestina

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Die 1%-Gemeinschaft des EJW-Weltdienstes unterstützt zehn Kinder aus Palästina

Der plötzliche Ausbruch des Krieges zwischen Iran und Israel führt zur Unterbrechung des Betriebs in einigen Bereichen des East Jerusalem YMCA.
Noch während sich Iran und Israel täglich gegenseitig mit Raketenangriffen überziehen, ringen sich die Verantwortlichen im YMCA zu der Entscheidung durch, die diesjährigen Sommerfreizeiten trotzdem und unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen stattfinden zu lassen.
„Gerade in diesen ungewissen, angsterfüllten Tagen sollen die Kinder einen Ort haben, an dem sie sich sicher, wertgeschätzt und fröhlich fühlen“, sagt Samah Naber, leitende Mitarbeiterin des East Jerusalem YMCA in Jericho. Vier Wochen, vom 23. Juni bis zum 17. Juli, dürfen Kinder und Jugendliche an vier verschiedenen Orten (Beit Sahour, Jerusalem, Ramallah, Jericho) den oft schier unerträglichen Alltag hinter sich lassen.

„Am Anfang war den Kindern die Angst und der Stress noch deutlich abzuspüren. Doch von Tag zu Tag erlebten wir eine Veränderung. Durch das Spielen und die kreativen Aktivitäten in der Gemeinschaft mit anderen Kindern begannen die Kinder und auch die freiwillig Mitarbeitenden wieder zu lächeln und sich auf den nächsten Tag zu freuen“, berichtet Samah Naber.

Die 1%-Gemeinschaft des EJW-Weltdienstes ermöglicht zehn Kindern aus prekären Familienverhältnissen die Teilnahme an den diesjährigen Sommerfreizeiten des YMCA. Im Blick auf den Nahostkonflikt insgesamt mögen die Anstrengungen des YMCA bedeutungslos, wie ein Tropfen Wasser auf den heißen Stein erscheinen. Im Blick auf die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen machen sie einen gewaltigen Unterschied.

Weitere Informationen:
1%-Gemeinschaft im EJW-Weltdienst
Projekte in Palästina

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Der Krieg in Nahost produziert noch immer jeden Tag unsägliches Leid. Die Geschwister im East Jerusalem YMCA trotzen hartnäckig dem Elend und machen weiter mit ihrem Hoffnungsdienst.

Es sind keine guten Nachrichten, die ich in meinen regelmäßigen Gesprächen mit unseren Partnerinnen und Partnern im East Jerusalem YMCA zu hören bekomme. Die palästinensische Wirtschaft am Abgrund, die hohe Arbeitslosenzahl (auch weil Israel palästinensischen Pendlern die Erlaubnis entzog, zu ihren Arbeitsplätzen bei israelischen Arbeitgebern zu gelangen), die stark eingeschränkte Mobilität (aufgrund von Straßensperrungen und Checkpoints im gesamten Westjordanland) und über allem die bange Ungewissheit, was wohl als Nächstes kommt.

Die Arbeit des East Jerusalem YMCAs geht trotzdem weiter. Das Berufsbildungszentrum in Jericho war seit dem 7. Oktober 2023 keinen einzigen Tag geschlossen. Im September ist das neue Schuljahr mit ca. 150 neuen Auszubildenden gestartet. Auch hier gibt es eine besonders hohe Nachfrage, weil vergleichbare Einrichtungen geschlossen sind. Außerdem kommen viele, die von ihrer Schulbildung her eigentlich eine Universität besuchen könnten. In Krisenzeiten sind Handwerksberufe, wie sie der YMCA in Jericho lehrt, attraktiver als akademische Berufe. Während Elektriker, KFZ-Mechaniker und Installateure noch immer Arbeit haben, müssen Wissenschaftler, Bänker oder Künstler um ihr Einkommen bangen. Das Rehabilitationsprogramm, das 1989 mit fünf Freiwilligen gestartet ist, wurde seit Oktober 2023 nochmals erweitert. Mittlerweile zählt es 18 Angestellte, die sich aufmachen zu den versehrten und traumatisierten Kindern und Jugendlichen. Die andauernden Kriegshandlungen, die Siedlerattacken, die Toten und Verletzten auch im Westjordanland haben Bedarf und Dringlichkeit seiner Angebote erhöht. Die Jugendzentren in Jerusalem, Beit Sahour und Ramallah sind offen. Und viele finden zum ersten Mal ihren Weg dorthin. Weil vergleichbare Orte geschlossen sind, weil es weniger Angebote für junge Menschen gibt. In diesen Zeiten sind Begegnungsmöglichkeiten in sicherer Umgebung so wichtig.

Die Partnerschaft des EJW-Weltdienstes mit dem East Jerusalem YMCA ist über 40 Jahre alt. Daran halten wir fest, auch wenn Partnerschaftsarbeit derzeit nur sehr eingeschränkt möglich ist. Ein für Ende Dezember geplantes Workcamp in Jericho mussten wir bereits im Juni absagen. Von Begegnungsreisen nach Palästina sehen wir auch in Rücksprache mit den Geschwistern vor Ort ab. Wir freuen uns über die große finanzielle Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender, die wir auch in diesem Jahr an den YMCA übersenden durften.

Im Januar starten wir zunächst in einer Erprobungsrunde mit einem neuen digitalen Begegnungsformat. Tandempärchen aus je einer Person aus Württemberg und einer Person aus Palästina treffen sich über den Zeitraum eines halben Jahres regelmäßig, um sich gemeinsam einem vorgegebenen Thema zu nähern und darüber auszutauschen. Natürlich können Internationale Jugendbegegnungen dieser Art niemals so intensiv wie eine echte Begegnung sein. Doch ich denke, dass in der aktuellen Situation jeder respektvolle Austausch, jedes wertschätzende Miteinander ein kostbares Zeichen ist.

Weitere Informationen:
Yasin Adigüzel
E-Mail: yasin.adiguezel@ejwue.de

Spendenkonto:
Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
EJW-Weltdienst
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: WDPAL01 – Nothilfe East Jerusalem YMCA

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Neues Partnerschaftsheft des EJW-Weltdienstes jetzt erschienen

Was ist eigentlich der EJW-Weltdienst?
Was bedeutet „Partnerschaftsarbeit“ und wie verstehen wir unseren Auftrag?
Wo und in welchen Arbeitsfeldern sind unsere Partner aktiv?

Das und vieles mehr soll das neue Partnerschaftsheft „Miteinander eine Welt gestalten“ beantworten.
Das Heft versteht sich als grundlegende Vorstellung des EJW-Weltdienstes – die Projekte werden in Ergänzung zur Homepage www.ejw-weltdienst.de und mit den dort hinterlegten und laufend aktualisierten Projektinformationen („fact sheets“) beworben.

Gerne können Sie das Partnerschaftsheft über das EJW-Weltdienst-Büro bestellen und Interessierten weitergeben:
Mail an weltdienst@ejwue.de oder telefonisch bei Imke Becker 0711 9781-350.

Zum Download:
Miteinander eine Welt gestalten – Partnerschaftsheft

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Seit Beginn des neuen Jahres gibt es im EJW-Weltdienst ein neues Gesicht: Seit dem 1. Januar ist Yasin Adigüzel Teil des Weltdienst-Teams. Mit einem Stellenanteil von 50% begleitet Yasin u.a. die Partnerschaft mit dem YMCA East Jerusalem und wird künftig für die Workcamps verantwortlich sein. Mit weiteren 50% leitet er den Arbeitsbereich Vielfaltskultur im EJW.

Yasin übernimmt damit die Aufgaben von Markus Röcker, der sich im EJW weiter für Jugendliche mit Schwerpunkt Jungenarbeit engagiert (50%) und neu für die Stärkung des Ehrenamts in der evangelischen Jugendarbeit (50%).

Wir sind dankbar für den Einsatz von Markus in der weltweiten Arbeit, insbesondere für sein hohes Engagement bei den Workcamps: Er hat nicht nur mehrere Workcamps begleitet, sondern auch Beziehungen geknüpft, die noch über seine Arbeit im EJW-Weltdienst hinaus gehen, wie z.B. ein Workcamp mit Jungenschaftlern.

Mit Yasin gewinnt der EJW-Weltdienst eine Person, die internationale Erfahrung hat und deren verschiedene Beauftragungen sich wunderbar ergänzen.
Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm!

Hier stellt sich Yasin selbst vor:

Ich heiße Yasin Adigüzel, bin Jahrgang 84 und wohne mit meiner Frau und zwei Kindern in Esslingen am Neckar. Seit dem 1. Januar 2024 verstärke ich als 50%-Kraft das Hauptamtlichenteam des EJW-Weltdienstes. Zuständig bin ich für die Partnerschaft Israel/Palästina und für die Workcamps.
Bekannt bin ich im EJW schon länger. Seit 2014 arbeite ich als EJW-Landesreferent im Projekt Interkulturelle Öffnung. Mit FreeStyle und Born for More durfte ich bei der Entwicklung neuer Formate mitwirken, die eine Beteiligung Jugendlicher mit Fluchthintergrund an evangelischer Jugendarbeit zum Ziel haben. Zuvor war ich zwei Jahre lang als Referent im CVJM Deutschland angestellt.

Interkulturelle und interreligiöse Fragen sind mir quasi in die Wiege gelegt. Ich bin mit sechs Geschwistern in einer christlich muslimischen Familie mit türkischem Migrationshintergrund aufgewachsen. Internationale Erfahrungen habe ich reichlich während meines Studiums der ev. Theologie und der Islamwissenschaften gesammelt. Sprachreisen nach Damaskus, Auslandssemester in Kairo und Teheran sowie längere Aufenthalte in Khartum und Gaziantep waren wichtige und prägende Stationen meines Lebens.
Mit meiner Begeisterung für Sprachen, Menschen und den Glauben will ich mich gerne im EJW-Weltdienst einbringen.

Wenn Du Fragen oder Anliegen hast, zögere nicht, mich anzurufen (Tel. +49 711 9781-124) oder mir zu schreiben! (yasin.adiguezel@ejwue.de).

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Seit Wochen herrschen Krieg und Terror in Israel und Palästina. Wir sind entsetzt, tief traurig und fassungslos über das Ausmaß der Brutalität und der damit einhergehenden humanitären Katastrophe. Unsere Partner im East Jerusalem YMCA haben sich mit einem Notruf an uns gewandt:

Aufgrund der anhaltenden politischen Spannungen und der Blockaden der palästinensischen Städte, sowie der Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Palästinenser zwischen den Städten, ist die Mehrzahl der Angebote des YMCA/CVJM in den verschiedenen Programmen und Zentren in ihrer Tätigkeit betroffen und in abgelegenen Gebieten teilweise ausgesetzt. Daher sind die Prioritäten der East Jerusalem YMCA-Maßnahmen auf folgende Bereiche konzentriert:

  1. Notfallmaßnahmen
    Notfallhilfe: Nothilfemaßnahmen für die von der Eskalation betroffenen Gemeinden im Westjordanland, einschließlich Bereitstellung von PFA-Kits (Psychologische Erste Hilfe) für East Jerusalem YMCA-Berater
    Medizinische Hilfe:
    Dringende medizinische Hilfe, einschließlich wesentlicher medizinischer Hilfsmittel (wie Rollstühle, Krücken usw.), Medikamente und physiotherapeutische Behandlungen für die Verletzten
  2. Gemeindebetreuung:
    – Bereitstellung von Lebensmittelkörben, medizinischen Hilfsgütern sowie Hygiene-, Sicherheits- und Erste-Hilfe-Kits für die Gemeinden in Bethlehem und Hebron sowie in abgelegenen Dörfern in dieser Region
    – Maßnahmen im Bereich psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung zur Bewältigung posttraumatischer Belastungsstörungen
  3. Verstärkung der institutionellen Kapazitäten:
    – Verbesserung der internen Dienstleistungen in den Gemeindezentren. Dazu gehören: Unterstützung von Studentierenden nach einem Trauma und Notfallpatenschaften für Studierende
    – Gewährleistung der Sicherheit von Studierenden und Mitarbeitenden während des Konflikts bei ihrer Rückkehr in das Ausbildungszentrum (VTC)
    – Verbesserung der Medien- und Kommunikationsmittel in Notfällen. Dazu gehören z.B. Ausrüstung, Geräte und Werkzeuge.
    – Beitrag zu den Gehältern der East Jerusalem YMCA-Mitarbeitenden für die kommenden drei Monate.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rehabilitationszentrums in Beit Sahour, die bisher junge Menschen psychologisch betreut haben, versuchen möglichst vielen von ihnen beizustehen und mit ihnen das Leid auszuhalten. Es ist unvorstellbar, was diese Gewalt mit den Seelen der Kinder und Jugendlichen macht. Im Ausbildungszentrum in Jericho ist zurzeit nur eingeschränkt Unterricht möglich, der Schulweg ist zu gefährlich oder abgeriegelt.

Wir unterstützen, so gut wir können: Wir bleiben mit unseren Partnern im Gespräch, wir beten für sie und wir versuchen, die Bitte um Spenden sinnvoll zu verbreiten.

Danke, wenn Sie die humanitäre Hilfe des YMCA mit einer Spende unterstützen:

Spendenkonto:
EJW-Weltdienst im Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85
BIC: GENODEF1EK1
Verwendungszweck: WDPAL01 – Nothilfe East Jerusalem YMCA

Weitere Informationen:
Projektinformation Nothilfe East Jerusalem YMCA

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Wir sind erschüttert von der terroristischen Gewalt der Hamas und verurteilen den schrecklichen Angriff auf Israel. Wir bitten Gott um Frieden und Erbarmen.

Als Evangelisches Jugendwerk in Württemberg sind wir seit 40 Jahren verbunden in einer Partnerschaft mit der christlichen Organisation CVJM Ost-Jerusalem. Die Partnerschaft des EJW-Weltdienstes ist geleitet vom Gedanken der Nächstenliebe und des Friedens. Wir unterstützen die sozialdiakonische Arbeit unter jungen Menschen vor Ort, z. B. in Beit Sahour und Jericho. Mit diesen Partnern sind wir in ständigem Austausch. Und wir sind zugleich seit vielen Jahren durch verschiedene Reiseangebote mit Jüdinnen und Juden und Menschen in Israel verbunden. Wir sehen, wie tiefe Gräben die Konflikte der letzten Jahrzehnte auf allen Seiten hinterlassen haben. Und wir können unsere Hilflosigkeit, die Not der Menschen und die verzweifelte Hoffnung auf Frieden nur Gott klagen und ihn um Hilfe bitten.

Schenke Frieden – Ein Gebet

Du Gott der Gerechtigkeit und des Friedens,
hilflos stehen wir vor den Bildern des Schreckens und des Terrors.
Hass und Gewalt haben sich Bahn gebrochen,
Menschen wurden ermordet.
Wir kommen zu Dir
und bitten Dich um Dein Erbarmen!
Schenke Frieden – auch wenn aus menschlicher Sicht Frieden so unerreichbar fern ist.

Du Gott der Gerechtigkeit und des Friedens,
wir denken vor Dir an die Menschen in Israel,
die Angehörige verloren haben, die Zuflucht gesucht haben vor dem Terror.
Herr, wir bringen Dir auch die palästinensischen Partner im YMCA East Jerusalem,
mit denen wir über den EJW-Weltdienst verbunden sind.
Wir bitten Dich für Kinder, Jugendliche, Familien.
Wie kann Versöhnung geschehen in diesem so zerrissenen Land?
Kann hier überhaupt Friede werden?

Aber wir kommen zu Dir,
weil wir keinen anderen Ausweg kennen als Dein unergründliches Erbarmen:
Schenke Frieden – auch wenn aus menschlicher Sicht Frieden so unerreichbar fern ist.

Wir halten uns fest an Deinem
Versprechen, Frieden zu bringen.
Du bist uns in Jesus Christus ganz nahe gekommen,
Du hast selber Hass und Gewalt und Tod ausgehalten,
damit es Hoffnung gibt auf unserer Welt.

Komm Du, Herr Jesus, und schaffe Frieden.
Du bist stärker als Hass und Gewalt.
Herr, erbarme dich.
Amen.

Cornelius Kuttler, Leiter des EJW

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Länderinformation

Palästina/Israel

Der Staat Israel, das Westjordanland und Gaza sind zusammen flächenmäßig kleiner als das Land Baden-Württemberg. Auf weniger als einem Quadratkilometer liegen die sogenannten Heiligen Stätten für Juden, Christen und Muslime in Jerusalem beieinander, zu denen Gläubige und Touristen aus aller Welt strömen.

Der Alltag der Palästinenser und Israelis ist geprägt vom andauernden Konflikt um Land und Sicherheit. Seit mehr als 70 Jahren haben die Menschen noch nie erlebt, wie ein friedliches Miteinander aussehen könnte. Dem Frieden stehen die radikalen Kräfte auf beiden Seiten im Wege.

Der East Jerusalem YMCA

1948 wurde der YMCA in einem Zelt bei Jericho gegründet. Aus der Not heraus wurde mit der Flüchtlingsarbeit begonnen. Seither leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des East Jerusalem YMCA mit seinen lokalen Vereinen eine beeindruckende sozialdiakonische Arbeit. Zwei Beispiele veranschaulichen dies:

• Kinder und Jugendliche, die aufgrund von Gewalterfahrungen unter psychischen und körperlichen Behinderungen leiden, erhalten im Rehabilitationszentrum des YMCA in Beit Sahour bei Bethlehem kompetente Hilfe.

• In Beit Sahour finden Mitarbeiterkurse und Freizeiten für benachteiligte Kinder statt.

Der East Jerusalem YMCA setzt Zeichen der Hoffnung und macht den Menschen Mut, sich für einen gerechten Frieden einzusetzen. Seit 1983 besteht die Partnerschaft des EJW mit dem East Jerusalem YMCA.

Neuigkeiten

Projektinformationen

Ansprechperson

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Perspektiven schaffen

Im YMCA-Berufsausbildungszentrum (VTC) können junge Menschen eine Ausbildung zum Mechatroniker, Schreiner, Elektroniker oder zur Finanzbuchhalterin machen. Verantwortliche sind dabei neue Lehrgänge anzubieten. Darunter sind: Solarenergie, Web-Design und Ökologische Landwirtschaft. In den letzten beiden Jahren wurden zusätzlich Kurse für Frauen in der Familienphase entwickelt, die diese befähigen, sich einen Nebenverdienst aufzubauen, z.B. Imkerei oder Herstellung von Naturkosmetik.

Die Jugendarbeitslosigkeit ist im Westjordanland wegen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen extrem hoch. Junge Menschen sehen oft keine Perspektive. Beim YMCA scheitert eine Ausbildung nicht an den Finanzen der Eltern.

Der YMCA setzt sich für Bildungsgerechtigkeit innerhalb der palästinensischen Gesellschaft ein. Ein Schwerpunkt liegt deshalb auf den Ausbildungen damit junge Menschen eine Zukunft und eigenes Auskommen haben.

Erstaunlich, wie sich junge Leute hier verändern. Wardeh trat als schüchternes Mädchen ihren Ausbildungskurs in Finanzbuchhaltung an. Ihre Lehrerin hat die Eltern gedrängt, ihre Tochter ins VTC zu schicken, sie hatte Wardehs Talent für Zahlen erkannt. Wardeh ist froh, dass sie diese Chance bekommt: „Natürlich will ich mal heiraten und Kinder bekommen, doch jetzt noch nicht. Mit meiner Ausbildung kann ich einen sicheren Arbeitsplatz bekommen und entlaste damit meine Eltern. Meine Ausbilderin ist mein Vorbild, sie arbeitet vormittags bei uns, obwohl sie drei Kinder hat.“

Eure Spende hilft, dass junge Menschen mit düsterer Zukunftsperspektive eine Chance bekommen!

Benötigter Betrag pro Jahr: 8.000 Euro

Zum Beispiel: 

Medien:
Projektinformation Palästina – Ausbildung
Powerpoint-Präsentation (auf Anfrage),
Länderplakat und Postkarte Palästina/Israel (zum Bestellen)

Spendenkonto EJW:
Zahlungsempfänger: Ev. Jugendwerk in Württemberg
IBAN: DE24 5206 0410 0400 4054 85
Evangelische Bank
Verwendungszweck: AUT105 Palästina/Israel – Ausbildung in Jericho

Bitte im Verwendungszweck eine Adresse oder Freundesnummer für die Ausstellung einer Zuwendungsbescheinigung angeben.

Gerne können Sie uns auch mit einer Online-Spende unterstützen.

Ansprechperson

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